Für dich...

...denn ich liebe dich!

 

Du musst nicht...

Du muss nicht reden, um von deiner Weisheit zu künden.

Du musst nichts sagen, um von mir gehört zu werden.

Wir schweigen uns an und lächeln uns unser Wissen zu.

In deinem Übermut gründet meine Vernunft.

Aus deinem Fluss ziehe ich meinen Atem.

Meine Tiefe ist es, mich in deine Höhe zu werfen.

Aus deinem Schatten entspringt mein Licht.

Aus der Stille deines brausenden Meeres entsteigt meine Flut.

Mich in deine Höhe zu werfen, das ist meine Tiefe.

Mein Tag gründet aus deinen dunklen Stunden.

Du musst nicht zu mir sehen, damit dein Blick mich rührt.

Du musst nicht gehen, um mich zu bewegen.

Du musst nichts tun.

So lang du bist - bin ich...

 

Du bist nicht das Bett meines Flusses, 

ich grabe mein Eigenes, finde meinen Weg.

Du bist nicht der Schnee auf meinem Gipfel,

ich bin hoch genug, er erreicht mich allein.

Du bist nicht die Sonne, die meine Blätter bescheint,

denn was wäre sie, wenn es mich nicht gäbe. 

Du bist nicht der Wind in meinen Wolken,

dort wo ich ziehe, bin ich Eins mit ihm.

Du bist nicht der Regen, der meinen Boden tränkt,

denn gäbe es mich nicht, verlöre er seinen Sinn.

Du bist nicht die Wellen meines Meeres,

ich selbst bin Bewegung genug.

Doch währest du sie alle, wäre ich durch dich.

Durch dich flöße ich, 

von dir ließe ich mich bedecken,

du wärmst und belebst mich, 

treibst mich an,

tränkst mich,

bewegst und erfrischst mich.

Ich kann ohne dich leben,

doch will es nicht.

Ich liebe dich…

 

Hier will ich bleiben

 

Durch die Gräser sich die Nebel schleichen,

vergessen Tropfen in glitzerndem Feld,

schau, wie sie von Wald und Wiesen weichen,

wie sie lautlos liebend berühren die Welt.

 

Vom glühend gelben Saum der Wolken

dringt Licht durch Reif und Tau,

die schillernd kleinen Perlen folgen

 dem lichten Glanz der Sonnenfrau.

 

Der See liegt noch in trüben Träumen,

sein Dunst steigt bald in Kronen

der Erlen, die ihn zart umsäumen, 

an seinen Rändern wohnen.

 

Umgreifen sanft mit schlanken Händen,

sein glattes Ufer, tief und weich,

sie geben Halt, den steilen Wänden,

und tränken sich zugleich.

 

Das Wasser streichelt ihre Rinde,

die von feuchtem Moos bedeckt,

im Laubgesang vom Morgenwinde,

ward ein neuer Tag erweckt.

 

Wir liegen noch gehüllt im Kleide,

das uns durch die Nacht gewärmt,

am Rand des Ufers, nah der Weide,

die vom Morgenduft umschwärmt.

 

Deine Hände streifen leise

über mich und mein Gesicht,

und du flüsterst, merklich leise,

leichte Worte, zart wie Licht.

 

Du tanzt auf mir, mit deinen Händen,

trink` durstig mich an deinem Schein, 

so kann es bleiben, brauch nicht enden,

hier will ich bleiben, bei dir sein.

 

Wo meine Liebe hinfiel

 

Du bist die Antwort auf die Frage, die ich nicht stellte. Je schwerer es scheint, um so mehr will ich es. Es hört nicht auf, es wird mehr. Immer mehr. Wo meine Liebe hinfiel, stehe ich…, stehe fest und bleibe. Alles ist hinfällig; nichts ist wie zuvor. Es ist größer und intensiver als alles bisher Gekannte. Es brennt und lodert überall. Ich zweifle nicht an meinem Verstand. Meine Füße weigern sich, den Boden unter sich zu verlieren. Meine Sehnsucht schreit mich in deine Nähe. Mein Herz wächst aus mir heraus. Ich will es so, ich will es weiter. 

Wo meine Liebe hinfiel, falle ich nicht. 

Dir bin ich verfallen, doch ich stehe…

 

 

Hab wach gelegen in der Nacht, in die Sterne mich vergraben,

und immer nur an dich gedacht, will deinen Duft als Atem haben.

Hab geträumt, du währest hier, lag an deines Herzens Licht, 

nah und näher noch bei dir, bis der Tag die Nacht zerbricht.

Zu dir mein Herz alleine strebt, sich nach dir sehnt und biegt,

spürst du, wie mein Atem weht, und mein Schlagen nicht versiegt?

Meine Hand in deiner ruht, auch dein Haar auf meiner Haut,

spürst du meine stille Glut, wie sie dir sich anvertraut?

Deine Ketten noch zu sprengen, Alles, was dich in dich zwingt,

aus den alten, festen Zwängen, spürst du, wie es in mir ringt?

Spürst du, wie sehr ich dich liebe, mit meinem Leben, meinem Sein?

Wie gern ich oft nur bei dir bliebe, in deiner Nähe hellem Schein?

Spürst du, wie ich mich verzehre, mit meiner Seele Drang und Blut?

Wie du die Wasser meiner Meere in mir türmst zu Sturm und Flut?

 

Ich liebe dich - du bist so viel, bist meiner Tage Streben,

Ich liebe dich - und fühl es gut, mit dir in meinem Leben.

 

Meine Sanduhr bringst du in ihrer Mitte zum Stehen.

Meine Flüsse jagst du aus ihren Betten.

In mein Meer gräbst du tiefe Furchen.

Hebst Täler über meine über Berge.

Meinen Regen lässt du aus Wüsten aufsteigen

und meinen Staub aus meinem Wind regnen.

Und Laub aus meinen Wolken fallen.

Mit jedem Tag berauschst du mich mehr, 

ziehst mich an, lockst und verlockst mich. 

Entführst meine Gedanken,

mein Sehnen.

Mich

Ich finde mich

und will es so.

Nicht anders.

Geschmeidig, stolz, entschlossen, 

aufrecht und stark, wie du bist,

liebe ich dich.

Du lockst mein Herz und mich zu dir. 

Meinen Kern bringst du nach oben,

weichst meine Kruste auf.

Du fräst dich in mein Holz,

glättest mein Meer,

lockerst meinen Fels,

beruhigst meine Flut,

nährst meine Flaute,

schleifst meinen Stein.

Für dich, und nur für dich

bin ich - und will ich sein.

 

Leise, fast schüchtern und verwegen, tänzeln glänzende Blätter in die warme und noch etwas schwirrende Luft hinein. Wie glänzende Perlen legen sie sich ins Gras.

Durch die Bäume dringt tiefes, warmes Licht zu dir. Tief steht die Sonne, berührt bald den Saum der im trüben Schleier liegenden Berge. Kaum ein Ton schleicht sich über die Wiesen. Aus der Ferne glaube ich noch einige Grillen zu hören.

Wie gern würde ich ein Herz in deinen Milchschaum zeichnen. Mein Kaffee glänzt glatt, dampft nur wenig und ich vergesse, dass er vor mir steht. Kalt schmeckt er nicht, ist bitter und leicht sauer, abgestanden. Noch zwingt sich die Sonne durch das Laub des Ahorns und streichelt dich in ein schüchternes, leicht rötliches Licht hinein. Dein Haar glänzt; du streichst es hinter dein Ohr, wobei dein Blick mich trifft. Du entführst meine Augen zu dir. Mit jedem Tag berauschst du mich mehr, ziehst mich an, lockst und verlockst mich. Nah bin ich dir; wärst du mir nur näher. 

Gerade, als die Sonne den Horizont berührt, lehnst du dich zurück und bist getaucht in kupfernes Licht. Deine Haut, deine Augen, deine Lippen, dein Haar schimmern im gleichen Ton. Wie durch ein Tor fliegen die Strahlen durch die Bäume dir zu, als wären sie nur für dich gemacht. Doch du bist es, die leuchtet. Du bist es, deren Licht mich trifft und durchdringt. Du bist es, aus Licht gemacht, das in mir tanzt. Du bist es, die in mir brennt und lodert! Und was wäre mein Glück und das der Sonne, wenn es nicht dich gäbe, die uns bescheint?

 

Ich wünsch, ich könnt in deinen Augen lesen / was durch sie dringt, möcht´ ich ergründen,

mag seh´n was wird, was ist gewesen / dir spenden meine Sünden.

In deinem Schlafe dich erleben / dein Blut pulsieren spür´n,

deinen Tränen Namen geben / und leise sie berühr´n.

 

Will Schmerz und Freude mit dir teilen / dich niemals auch verletzen,

an deinem warmen Herz verweilen / die Sonne dir ersetzen.

Wenn dich friert, will ich dich wärmen / will kühlen dich, wenn dir zu heiß,

wie Sommerwind dich sanft umschwärmen / und schmecken deinen süßen Schweiß.

 

Heute möchte ich dich lieben / riechen deinen zarten Saum,

heute mit dir hoch zu fliegen / das wär jetzt mein liebster Traum.

Heute möchte ich dich spüren / wie du mich umschliesst,

heute noch nur dich berühren / und deinen Strom, der in dir fließt.

 Heute will ich von dir trinken  / von deiner Hitze Flut,

heut will ich in dir versinken / in den Tiefen deiner Glut.

 

In deinem Schoße will ich ruh´n / in deinem Augenlicht zerfließen,

in diesem Leben will ich´s tun / will mich in dir ergießen.

Von deiner Gischt lass mich besprühen / auf deiner Wellenkrone fliegen,

von deiner Brandung mich umspülen / in deinem Sand versiegen.

Will deiner Wüste Staub nun sein / und wirbelnd um dich fegen,

im Sonnen-, Mond- und Sternenschein / mein Herz dir übergeben.

 

So lass mich geben dir zu Trinken / lass deinen Durst mich stillen,

lass dich und mich in uns versinken / um unsrer Sehnsucht Willen.

Lass sie fliegen, unsre Küsse / lass uns ein Leben gründen,

lass sie fließen, unsre Flüsse / die in einem Meere münden

Bin ich der Baum, bist du mein Wald,

in dem ich stehe, jung und alt.

Bin ich die Seite, du das Buch

In allen Worten, nur dich ich such`

Bin ich die Wolken, du mein Wind,

du machst mich wild, zugleich gelind.

Bin ich das Lied, du mein Gesang,

du gibst mir Rhythmus, bist mein Klang.

Bin ich der Schatten, dann du das Licht,

das mich umreisst, das aus mir bricht.

Bin ich die Blume, du der Garten,

in deiner Erde, da will ich warten.

Aus deiner Erde, will ich erblühen,

in deiner Sonne nur verglühen. 

Du raust mich auf, du machst mich glatt,

du machst mich hungrig, machst mich satt.

Du machst mich durstig, lass mich trinken,

lass mich in deinem Meer versinken,

dann bin ich Ebbe, du die Flut,

du gibst mir Gründe, tust mir gut.

 

Durch die Gräser sich die Nebel schleichen,

vergessen Tropfen in glitzerndem Feld,

schau, wie sie von Wald und Wiesen weichen,

wie sie lautlos liebend berühren die Welt.

 

Vom glühend gelben Saum der Wolken

dringt Licht durch Reif und Tau,

die schillernd kleinen Perlen folgen

 dem lichten Glanz der Sonnenfrau.

 

Der See liegt noch in trüben Träumen,

sein Dunst steigt bald in Kronen

der Erlen, die ihn zart umsäumen, 

an seinen Rändern wohnen.

 

Umgreifen sanft mit schlanken Händen,

sein glattes Ufer, tief und weich,

sie geben Halt, den steilen Wänden,

und tränken sich zugleich.

 

Das Wasser streichelt ihre Rinde,

die von feuchtem Moos bedeckt,

im Laubgesang vom Morgenwinde,

ward ein neuer Tag erweckt.

 

Wir liegen noch gehüllt im Kleide,

das uns durch die Nacht gewärmt,

am Rand des Ufers, nah der Weide,

die vom Morgenduft umschwärmt.

 

Deine Hände streifen leise

über mich und mein Gesicht,

und du flüsterst, merklich leise,

leichte Worte, zart wie Licht.

 

Du tanzt auf mir, mit deinen Händen,

trink` durstig mich an deinem Schein, 

so kann es bleiben, brauch nicht enden,

hier will ich bleiben, bei dir sein.

 

Mein

 Leben vibriert und bebt unter dem 

Gefühl

aus 

Sehnsucht, Vermissen und

Hoffnung.

Ich spüre sie nicht,

die Logik, die Vernunft,

nur 

mein Sehnen.

Mit 

einem 

Funken

 Hoffnung 

im Herz,

der allein mich antrieb,

der alles 

entzündete 

und verwandelte,

der Alles und mich mit 

sich 

riss, Neues entstehen, wachsen und

blühen ließ.

Der deine Saat zu wecken hofft,

die schlummert, 

in

 deiner nackten, 

rauen Erde lauert, 

um 

ein Kleid

 aus Knospen

und Blüten der Hoffnung

über dich zu legen, dass du  

aus

 dir heraus auferstehst.

Wo ist der Boden,

der dich belebt, aus dem du blühst,

der dein Feuer für dich entfacht?

Wo ist der Boden,

in dem dein Baum wurzelt,

der dir Halt gibt,

deine Äste sich über ihm breiten?

Wo ist der Boden,

über dem dein Laub sich spannt,

dir Schatten gibt, 

dich kühlt und atmen lässt?

Wo ist dein Boden,

in den ich gießen kann meine 

Liebe…