Die Planetensignaturen in Pflanzen

Sonne und Mond, die Sternbilder und die Wandelsterne bestimmten seit Jahrtausenden und bis vor wenigen Jahrhunderten das Weltbild des Menschen. Unsere Vorfahren lebten vornhemlich nach einem von der Sonne geprägten (heliochronologischen) Rhythmus, richteten sich aber auch nach den Phasen und Zyklen des Mondes, beobachteten, was in der Natur zu bestimmten Zeiten und Konstellationen vor sich ging. Die Sonne war in ihren Augen kein riesiges Fusionskraftwerk, sondern eine Wohltäterin, die das Leben brachte und nährte. Auch waren es die Astrologen, welche später Weltpolitik machten. Und sie gaben auch Auskunft über Schicksal und Gesundheit der Menschen.
Noch heute betrachten viele nachdenklich den Sternenhimmel und befragen die Astrologie, wenn die Lebenssituation keine andere Möglichkeit mehr bietet, Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Diese Faszination und der Glaube halten sich nach wie vor und sind allgegenwärtig. Kaum eine Betrachtungsweise der Welt hat sich durch die Jahrtausende so hartnäckig behaupten können und dies trotz aller Unkenrufe und Verleumdungen.

Die Astrologie gilt neben der Magie als die älteste Wissenschaft des Menschen und blickt somit auf einen nahezu unerschöpflichen Erfahrungsschatz zurück.

Namen wie Albertus Magnus, Johannes Kepler, Agrippa von Nettesheim, Paracelsus oder Rudolf Steiner waren eng damit verbunden.

 

In der Astrologie stehen alle Naturbereiche mit Sternbildern, den fünf Wandelsternen sowie Sonne und Mond in enger Beziehung. Die außersaturnischen Planeten, Neptun, Uranus und Pluto, kamen nach ihrer Entdeckung später hinzu und erhöhten die Schwingungsebene von Merkur, Venus und Mars, so dass der Astrologe nach wie vor von sieben Himmelskräften spricht. Die Qualitäten, die durch die Eigenschaften der Planeten verkörpert - sozusagen vom Himmel her gespiegelt - werden, finden und manifestieren sich in Pflanzen, in Tieren, in Mineralien, im Menschen selbst in seinen Organen, Organfunktionen und drücken sich auch in Krankheiten aus. 

Anhand dieser Betrachtungsweise lassen sich bei Krankheiten aus der Natur Rezepturen und Anwendungen entnehmen, die jenen Kräften entsprechen, welche dem Kranken - durch welche Einflüsse und Auslösefaktoren auch immer - fehlen und somit verabreicht werden können. Allein schon die Elementverteilung im Horoskop eines Menschen gibt Auskunft darüber, wie dieser konstituiert ist, wo er aufgebaut und wo er "gebremst" werden sollte, was ernährungstherapeutisch recht einfach anwendbar ist.  

Ganz ähnlich wird übrigens mit den Fünf Elementen in der Traditionellen Chinesischen Medizin und Ernährungslehre verfahren, nur mit dem Unterschied, dass die Ausdruckskraft der irdischen Elemente hierbei zur Anwendung kommt und keine planetare Zuordnung erfolgt. 

 

Ich finde es faszinierend, diese Betrachtungsweise in meine Pflanzen-Beobachtungen einfließen zu lassen, obwohl wir den Faden nach "Oben" so gut wie verloren haben. Allein dadurch, dass wir mehr oder weniger gezwungen sind und werden, einem linearen Lebensfluss zu folgen, der allein vom Zifferblatt vorgegeben wird, ist uns das Gespür für die kosmischen Rhythmen - und besonders den solaren Rhythmus - gänzlich verloren gegangen. Wir funktionieren durchgängig homogen in einer Umgebung, die völlig andere Parameter vorgibt und wundern uns, wenn wir selbst aus dem Rhythmus geraten und krank werden. Und die unbewusste innere Auflehnung gegen eben diese wechselnden Bedinungen hinterlassen zunehmend auch psychische und seelische Störungsmuster. Einem gewissen biologischen und biochronologischen Rhythmus zu folgen, ist uns aufgrund unserer meist durch wirtschaftliche Belange geprägten Tagesstruktur gar nicht möglich, was an Schichtarbeit und gleichbleibenden Arbeitszeiten in unterschiedlichen Jahreszeiten zu entsprechend wechselnden Tag- und Nachtzeiten deutlich wird. Natürlich wird es uns nicht gelingen, uns dagegen aufzulehnen. Ein wenig Achtsamkeit dahingehend jedoch würde uns sicher helfen, die ein oder andere Periode im Jahres- und Lebensverlauf besser und gesünder zu überstehen. 

 

In den nachfolgenden Unterkapiteln habe ich die astrologischen Bedeutungen der Planeten mit ihren wichtigsten Wirkprinzipien zusammengefasst und Pflanzen, die deutlich diesen Planeteneigenschaften entsprechenden, zugeordnet. 

 

©kayweber