Die astrologische Bedeutung des Jupiter
Jupiter ist ein alle Sterne in seiner Umgebung überstrahlender, infolge seiner Rotationsgeschwindigkeit stark abgeplatteter Planet, mit einem Zyklus der Sichtbarkeit ähnlich dem des Mars und Saturn (1 Jahr; Umlaufzeit 12 Jahre). Im heliozentrischen System ist Jupiter ein äußerer Planet und nach der Sonne der massenreichste und größte Körper des Sonnensystems.
Als ein Wohltäter und lebensbeherrschender Königsplanet ist Jupiter - abgesehen von Mars - allen Planeten freundlich gesonnen. Er regiert die Reife des Menschen, reguliert den Blutstrom und die Leberfunktion; auf der weniger sympathischen Seite vermag er Geiz und Vergesslichkeit zu bedingen.
Die unter Jupiter geborenen haben in der Regel sowohl zu Menschen als auch zu Tieren und Pflanzen große Zuneigung und ein gutes Verhältnis; sie erfreuen sich aller Prachtentfaltung, sowohl weltlicher als auch geistiger Art. Jupiter wird in Verbindung gebracht mit Ordnung, Reichtum, Luxus, Ruhm, Erfolg und Sicherheit. Unter einem gutem Aspekt bedeutet er Glauben und Weisheit, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Unter einem schlechten Aspekt bringt er Unvorsichtigkeit und Unverständnis, Unbesonnenheit und Tyrannei. Mit Jupiter stehen Saphir, Karneol und Amethyst in Verbindung.
Jupiter bringt auf das Lebensgebiet, das er gerade durchläuft, Expansion, Gelegenheit zum Wachstum und geglückte Umsetzung von Vorhaben. Er neigt aber auch zu Übertreibungen aller Art, und daher sollten dahingehende Motive genau betrachtet werden, auf welchem Fundament die Vorhaben und Expansionsversuche stehen.
Wie man mit Jupiter-Transiten umgeht, ist anhand des Jupiter-Zyklus gut zu beobachten. Er braucht ungefähr zwölf Jahre, um einmal den Tierkreis zu umrunden.
Im Tarot findet man Jupiter unter dem Rad oder Fortune, dem Glück. Diese Karte beinhaltet Neubeginn, Erweiterung, Kreativität, Selbstverwirklichung und unerwartetes Glück. Das Rad ist Symbol der Ganzheit, in stetiger Bewegung begriffen und doch in seiner Gesamtheit unverändert. Es weist in seiner Gesamtheit jedoch darauf hin, daß wir der Schmied unseres Glückes selbst sind und gute Gelegenheiten zu erkennen und zu nutzen uns bereithalten sollen. Was zu dieser Bereitschaft jedoch gehört, verrät das Rad selbst nicht – es kehrt nur immer wieder und zeigt uns die Möglichkeiten, die wir haben können.
Prinzip:
- Ausdehnung
- Assimilierung
- Anreicherung
- Wachstum
- Wohlbefinden
- Neubeginn
- Erweiterung
- Kreativität
- Durchbruch
- Selbstverwirklichung
- unerwartetes Glück
Jupiter ist der Planet, welcher der Sonne am ähnlichsten ist. Er ist der größte und nach der Venus der hellste Planet unseres Sonnensystems. Seine vier Hauptmonde umkreisen ihn wie die Planeten die Sonne. Die Jupitermonde sind teilweise größer als der Merkur. Direkt über dem Herzen (Sonne) befindet sich die Thymusdrüse (Jupiter), die insbesondere in der Adoleszens von größter Wichtigkeit ist. Wohlbefinden und Gesundheit sind von der aufgenommenen Nahrung und der Fähigkeit, diese umzusetzen, abhängig.
Hierbei spielen der Dickdarm und vor allem die Leber eine entscheidende Rolle. Letztere kann, aufgrund ihrer Komplexität, nicht kurzfristig künstlich ersetzt werden. Auch werden in Dickdarm und Leber Hormone produziert, die für unser seelisches Wohlbefinden verantwortlich sind (Endorphine). Deren Fehlen bemerken wir sehr schnell. Jede organische Verstimmung hat entsprechende, "verstimmende" Ursachen.
Auch die Redensart "Welche Laus (Mars) ist dir über die Leber (Jupiter) gelaufen?" zeigt, dass man um die Bedeutung der Leber schon seit länger weiß, als medizinisch nachgewiesen werden kann.
Ausdehnung ohne gesunde Grundlage und Substanz führt zur Blähung. In der Tat sind Flatulenz und Meteorismus Krankheitsbilder aus dem Bereich der Jupiteranalogien. Auch gutartigeTumore sowie die Korpulenz und Fettsucht gehören hierzu.
Alle Krankheitsbilder, die dem Jupiterprinzip unterstehen, sind ein Hinweis auf den untauglichen Versuch, einen Mangel an persönlichem Glück und echter innerer Größe auszugleichen.
Stichworte:
- Ausdehnend
- Erschlaffend
- Platzen
- Übertreibung
- Assimilation
- Hypertrophie
- Vergrößernd
- Zunahme
- Steigerung
- Maßlosigkeit
- Überernährung
- Verfettung
- Verweichlichung
Jupiterkräuter
Jupiterpflanzen sind süßlich oder haben einen eher unaufdringlichen Duft, die Farbe ist bläulich/purpur bis gelb. Meist wachsen sie üppig und sind gute Stickstoffanzeiger
- Schöllkraut - Chelidonium majus
- Löwenzahn - Taraxacum officinale
- Gurkenkraut - Borago officinalis
- Odermennig - Agrimonia eupatoria
- Salbei - Salvia officinalis
- Scharbockskraut - Ranunculus ficaria
- Echtes Barbarakraut - Barbarea vulgaris
- Echte Schlüsselblume - Primula veris
- Dost - Origanum vulgare
- Quendel - Thymus serpyllum
- Herbstzeitlose - Colchicum aurumnale
- Gemeine Akelei - Aquilegia vulgaris
- Wegwarte - Cichorium intybus
- Nachtkerze - Oenothera biennis
- Goldrute - Solidago virgaurea
- Echte Nelkenwurz - Geum urbanum
Aspekte der Astromedizin
- Schädigungen der Leber und der Galle
- Entzündungen, Verletzungen, Tumore als Folgen des Wohllebens
- Thrombosen
- Krampfadern
- Hämorrhoiden
- Blutstauungen;
- Sport- und Muskelverletzungen
- Schmerzender Ischiasnerv
- Abwehrkraft gegen Krebs (zusammen mit Skorpion)
Psychosomatisch:
- Standfestigkeit, Zivilcourage
- das Aushalten des Leistungsdrucks
- die aufrechte Haltung
- die innere Standfestigkeit wird oft geprüft
- die Kraft, seinen Idealen treu zu bleiben und sie durchzusetzen ebenso
- das Herauswachsen aus dem animalischen Bereich (Bild des Kentaur)
- Den Gegenpol stellt das Zeichen Zwilling dar.
Förderliches für die Gesundung
- Geltungssucht bekämpfen
- Vorsicht bei jeder Siegerpose
- sportlichen Ehrgeiz gut abwägen und nach Sinnhaltigkeit fragen
- Bewegungen kontrollieren, besonders bei Sprüngen (permanente Unfallgefahr/-geneigtheit in allen Lebenslagen)
- schonen der Hüfte (Thema Ungeduld) und diese trainieren
- Prellungen sofort behandeln
- bei Verletzungen auch auf die eigene, außergewöhnlich starke und schnelle Regenerationskraft vertrauen
- Moorpackungen und Fangobehandlungen auch präventiv anwenden
- viel vitaminreiche Kost (Herbst- und Wintertype) zu sich nehmen
- sich vor Rekordsucht hüten
- nicht alles wegen eventuell zu erwartenden Beifall riskieren
- bei Erkrankungen den Sinn hinterfragen
Charakteristisches
Das Tierkreissymbol stellt einen Pfeil mit der Bogensehne dar. Ursprünglich entsprach dem Schützen ein geflügelter Zentaur, der in sich animalische, menschliche und göttliche Eigenschaften vereint. Der Schütze ist das dritte Feuerzeichen, das dritte bewegliche Zeichen und das dritte Zeichen im dritten Quadranten. Die Zahl Drei repräsentiert die Vollkommenheit – man denke nur an Trinität (heilige Dreifaltigkeit) oder den Spruch „Aller guten Dinge sind drei“.
Die Schütze-Zeit ist die Periode der Hoffnung und Verheißung, das Leben in der Natur ist schon verloschen, der Winter noch nicht völlig hereingebrochen. Doch nach dem bedrückenden Sterben in der Pflanzen- und Tierwelt (Skorpion) erwächst die Hoffnung, dass es weitergehen möge. Nicht zufällig liegt im Schützen die Adventszeit, in der die Ankunft des Herrn erwartet wird.
Der Schütze-Zentaur zielt mit seinem Pfeil in den Himmel – er sucht die irdische Schwere, die Anbindung an das Körperlich-Vergängliche, zu überwinden. Dies kann echte Religiosität, Suche nach Erkenntnis und Einsicht, Wissenschaftlichkeit und Philosophie, aber auch überspannte Weltfremdheit sein – wer nur in den Himmel blickt, mag das Naheliegende übersehen.
Das Schütze-Zeichen repräsentiert das Versprechen, daß die Schöpfung mehr ist als ein ungeordnetes und mechanisches Geborenwerden und Sterben, das es einen Sinn gibt, der allem Sein zugrunde liegt.
Schlagwörter für das Schütze-Prinzip
- Hoffnung
- Synthese
- Einsicht
- Sinnhaftigkeit
- Missionar
- Schaffung von neuen, geistigen Weltbildern
Wahrnehmungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen
SCHÜTZE - ZWILLING
Monadismus - Mathematismus
Der Monadismus ist polar dem Zeichen des Schützen zuzuordnen. Er erlebt die Welt als eine Einheit, aus welcher sich alles erklären lässt. Hier wird nicht objektiv statistisch erfasst, sondern subjektiv auf sich bezogen. Daher wird die Welt sehr schnell und leicht schwarz-weiß gesehen. Als positiv gilt, was dem egoistisch-einheitlich, subjektiv aufgefassten Ich entspricht, während alles ihm Widersprechende als negativ abgelehnt wird.
Der diesem Typus entsprechende Arzneistoff ist das Kalium. Es eignet sich deshalb als Therapeutikum für Patienten, die alles Schwarz-Weiß erleben, wenig differenziert denken und Begriffe subjektiv prägen. Kaliumtypen bauen sich gern eine eigene kleine, genau abgesteckte Welt auf. In ihr sind sie glücklich und zufrieden. Umgewöhnung fällt ihnen ungemein schwer, so dass sie mitunter den Eindruck eines beschränkten Horizonts erwecken. Sie können sich soweit abschließen, dass sie zum Eigenbrötler werden. Der Kaliumtypus lebt, liebt, herrscht und gehorcht innerhalb seiner eigenen Welt, auf die er sich voll konzentriert und wo er auch ungemein viel erreichen kann.
Eine besondere Entwicklung nimmt der Kaliumtypus, wenn er in Suchtprobleme gerät. Die Suchtproblematik als krankhaft gesteigerte Tendenz, mit der Welt eine harmonische Einheit zu bilden, fällt in diesen Bereich. Daher hat Kalium aceticum comp. sich in der Entzugstherapie recht gut bewährt. Unter dieser Behandlung lernt der Süchtige, die Welt nicht nur einförmig zu erleben, sondern sich auch an Zwischentöne zu gewöhnen und diese zu ertragen. Hieraus kann sich eine differenziertere Sicht der Welt entwickeln.
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