Die astrologische Bedeutung des Mars
Ein in etwa zweijährigen Intervallen den Nachthimmel beherrschender Planet, der zur Erde die relativ gesehen, größten Entfernungs- und somit auch die größten Helligkeitsschwankungen aufweist.
Die Bahnbewegungen dieses Planeten gelten als die kompliziertesten. Es wird vermutet, daß es auf dem Mars kein organisches Leben gibt. Seine Oberfläche zeigt eine Morphologie, die sowohl Ähnlichkeiten zu der Erde als auch zu jener der Venus aufzeigt; ausgetrocknete Flussfelder, Krater, Lavafelder, Vulkane und Sanddünen. Als marstypische Formation gilt der Vulkan Mons Olympus mit einer Höhe von 20.000 Metern und einem Durchmesser von sechshundert Kilometern.
Mars ist der Planet des Geschlechts, aber auch der Gewalt! Und Geschlecht und Gewalt können sich leicht vereinigen und alle Formen der Vergewaltigung ergeben. So verhält er sich auch zu allen Himmelskörpern negativ, außer zur Venus, dem Planeten der Sinnlichkeit. In gewisser Hinsicht kann man Mars als das
männliche Gegenstück zur Venus betrachten. Traditionell als „Malefizplanet“, als Übeltäter gesehen, wird seine Wirkung heute doch etwas positiver gewertet. Er vermag bisweilen auch ausgleichende, ergänzende Wirkung auszuüben. Ansonsten bedingt er ein rein männlich-aggressives Wesen, das einerseits furchtlos,
andererseits aber auch anmaßend bis tyrannisch sein kann. So ist Mars unter anderem auch der Herrscher der unkontrollierten und/oder extremen Verhaltensweisen. Weiterhin regiert er Streit, Konflikte, Feindseligkeiten, Unfälle, Verluste aller Art und gefährliche Reisen.
Steht er in einem günstig-positiven Aspekt, so verhilft Mars zu Furchtlosigkeit, Unbeugsamkeit und klugem Verhalten; verhält er sich unter einem ungünstig- negativen Aspekt, so bedingt er verschärfte Aggressivität bis hin zur Lust nach einer Schlägerei (bei intellektuelleren Typen Lust an der Verletzung mittels Worten).
Insgesamt regiert Mars eine gewaltige Triebsphäre, eine unersättliche Sexualität, die bisweilen zügellose Formen annehmen kann. Vielleicht ist es nur gut, dass andere Planeten die Eigenschaften, die Mars kontrolliert, teilweise entschärfen.
Mars ist der Dominator der Kriege, der Herrscher des Feuers und der Klinge. Er leitet Hass, Hoffnungslosigkeit, Depression und mordlüstige Rachsucht.
Als Entsprechung dazu, dass Mars ein rötlich schimmernder Planet ist, gelten rötliche und rote, in Eisen gefasste Steine als Talismane des Mars. Mars aktiviert das jeweils transitierte Haus und wirkt gleichsam wie ein Geschmacksverstärker, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Die Marsenergie kann uns weiterhelfen und mit dem nötigen Schub Energie versorgen, die man braucht, um ein Vorhaben zu beginnen oder voranzutreiben. Aber die gleiche Energie, auf einer niedrigeren Erlebensebene oder durch Blockaden
eingeschränkt, kann uns behindern, indem sie Aggression, Ärger, Zorn, Egoismus und Eigensinnigkeit ausdrückt oder uns unberechenbar macht.
Im Tarot trifft man auf Mars in Gestalt des Turmes; des einstürzenden Turmes. Altes wird zerstört und macht Platz für Neues; dies auch spirituell und führt zu tiefgreifender innerer Erneuerung, Selbsterkenntnis und Heilung. Der Turm des Egos wird bis in seine Grundfesten hinein erschüttert.
Prinzip:
- Abwehr
- Angriff
- Aggression
- Sexualität
- Triebstruktur
- tiefgreifende innere Transformation
- Heilung
- Altes wird zerstört und macht Platz für Neues
- spirituelle Erneuerung
Die Muskulatur ist eine essentielle Marsanalogie und versetzt uns überhaupt erst in die Lage, physisch kämpfen zu können. Das Geschlechtshormon Testosteron und seine Derivate haben bestimmten Einfluss auf den männliche Sexualtrieb und die Fortpflanzungsfähigkeit. Es wird zwar auch vom weiblichen Organismus produziert, aber in wesentlich geringerer Menge. Ein weiteres wichtiges Hormon ist das Adrenalin, welches vom Körper in Belastungssituationen freigesetzt wird. Es ermöglicht kurzfristig enorme Energiefreisetzungen, die zur Flucht oder zum Angriff dienen. Derzeit können aber nicht alle Dinge mit Gewalt gelöst werden und Konfliktsituationen müssen ohne physische Übergriffe stattfinden und dennoch funktionieren. Dadurch richten sich die mobilisierten Energiereserven gegen den eigenen Körper und führen zur Autoaggression, die durch Kompensationsmöglichkeiten gemildert werden können.
Adrenalin und Testosteron haben bei aller Verschiedenheit eines gemeinsam: Sie fördern die Bildung und Freisetzung von Körperkraft und provozieren die Bereitschaft zu nervösen, gereizten oder cholerischen Reaktionen. Auch Fingernägel und Zähne sind Marsanalogien und stellen in ihrer Bescheidenheit die Reste natürlicher Körperwaffen dar. Permanente Zahnprobleme, abbrechende Fingernägel, häufige Verletzungen die schlecht verheilen, Muskelzerrungen und -risse sowie chronische Gereiztheit sind ein Hinweis darauf, dass das biologische Abwehrsystem nicht mehr richtig reagieren kann. Zu viele Gegner gleichzeitig
können eine Ursache sein. Wahrscheinlicher ist eine Triebblockade, die einen daran hindert, die angeborenen körperlichen Bedürfnisse angemessen zu leben und deren Befriedigung von der Umwelt einzufordern.
Stichworte:
- Heftig
- Verletzung
- Schnitt
- Entzündung
- Abwehrreaktion
- Riss
- Biss
- Beschleunigung
- Akut
- Fieber
- Stich
- Überreaktion
- Autoimmunerkrankungen
- Autoaggressionserkrankungen
- kurz
- schmerzhaft
Marskräuter:
sind meist rötlich, haben spitze und scharfzackige Blätter, Nesselhaare, einen scharfen Geschmack, sind geradlinig, strukturierte und stabile Halme
- Ginster - Sarothamnus scoparius
- Brennnessel - Urtica dioica und urens
- Wilde Karde - Dipsacus fullonum
- Hopfen - Humulus lupulus
- Wermuth - Artemisia absinthium
- Knoblauch - Allium sativum
- Acker-Senf - Sinapis arvensis
- Löwenzahn - Taraxacum officinale
- Eberwurz - Carlina acaulis
- Schafgarbe - Achillea millefolium
- Weißer Stechapfel - Datura stramonium
- Wiesensauerampfer - Rumex acetosa
- Gewöhnlicher Erdrauch - Fumaria officinalis
- Rote Pestwurz - Petasites hybridus
- Große Klette - Arcticum lappa
Aspekte der Astromedizin
- Kopfschmerzen und Kopfverletzungen aller Art
- Migräne
- Tumore im oder am Kopf
- Schädigungen der Augen, der Ohren, der Nase und des Mundes
- alle Zahnerkrankungen und Zahnbehandlungen
- alle Gesichtsverletzungen
- Gehirnschlag
- Blutdrang zum Kopf
- Durchblutungsstörungen der Kopfregionen und des Gehirns
- Schwindelanfälle;
- Chronische oder akute Nasenerkrankungen, Schnupfen
- Wachstum und Ausfall der Haare
- Ausschläge am Kopf
- geistige Überanstrengung, die oft als Müdigkeit erlebt wird.
Zum Widder (Mars)-Typus gehören ferner:
- die Denktätigkeit,
- der Verstand,
- der bewusste Wille,
- die Logik.
Den Gegenpol stellt das Zeichen Waage dar, das bei jeder Widder-Betrachtung mit einbezogen werden muss.
Förderliches für die Gesundung:
- Für gute Gehirndurchblutung sorgen, den Kopf anstrengen ( Intelligenz- und Logiktraining, Denkübungen, Gedächtnistraining )
- Bei auftretenden Kopfschmerzen und einsetzender Migräne sich selbst sofort die Frage stellen: „Worüber zerbreche ich mir gerade den Kopf?“
- die seelischen Ursachen ergründen
- möglichst wenig Schmerztabletten nehmen, denn diese lösen das Problem im Kern meist nicht
- Erkennen, dass nicht alles mit dem Kopf zu steuern ist
- Mut haben nachzugeben und sich fallen zu lassen
- Nicht immer siegen und der Stärkere sein wollen und auch nicht immer mit dem Kopf durch die Wand Übertreibungen vermeiden
- Entspannungsübungen
- kühlen Kopf bewahren
Charakteristisches
Das Tierkreissymbol stellt das Gehörn des Widders dar. Es kann jedoch auch mit der Man-Rune verglichen werden. Die Man-Rune repräsentiert die Bedeutungen: Mensch, geboren werden, Frühling, Osten, Aufstieg.
Der Tierkreisabschnit Widder vereinigt alle nur denkbaren aktiven Aspekte (Feuer, kardinal, männlich), seine Energie ist auf das Konkrete, Körperliche (1. Quadrant) gerichtet. Die Widder-Qualität symbolisiert den Beginn, den ungestümen Aufbruch. Der Eintritt der Sonne in das Zeichen Widder fällt mit dem Frühlingsbeginn zusammen: Endlich werden die Tage wieder länger als die Nächte, die Natur erwacht
nach viermonatiger Ruhepause zu neuem Leben. Der Winter ist vorbei, bisher brachliegende Kräfte drängen danach, sich im Konkreten zu verwirklichen. Die Bäume „schlagen aus“, bilden neue Blätter, die Pflanzensäfte beginnen heftig zu zirkulieren und aufzusteigen. Das im Vorjahr gesetzte Saatgut beginnt zu keimen, die Wiesen ergrünen, das Wild bringt die Jungen zur Welt. Alles Lebendige setzt ein enormes Maß an Energie frei, um sich günstige Startbedingungen für das kommende Jahr zu verschaffen. So wie ein Keim in wenigen Stunden die Samenkapsel sprengen kann, strebt die Widder-Energie ungestüm nach außen, bahnt sich impulsiv und pionierhaft ihren Weg über alle Widerstände hinweg.
Der Widder repräsentiert somit spontane, ungezügelte Kraft. Geduld und Ausdauer sind nicht seine Stärken; es gilt, einen Anfang zu machen, „ohne lange zu fackeln“. In die Widder-Zeit fällt das Osterfest. Hier feiern die Christen die Auferstehung Jesu von den Toten. Zeitpunkt und mythologischer Inhalt überschneiden sich hier mit viel älteren – vielleicht falsch tradierten – heidnischen Festen: Hase und Eier, beides
uralte Fruchtbarkeitssymbole, sollen den Sieg des Lebens über den Winter, den Repräsentanten des Todes, darstellen. Die Natur erwacht, ein neuer Wachstumszyklus beginnt.
Schlagwörter für das Widder-Prinzip:
- Beginn
- Aufbruch
- Erwachen
- Pionier
- Anführer
- Vorkämpfer
- Wille
- Energie
- Impulsivität
- Ungestühmtheit
- Dickköpfigkeit
Wahrnemungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen
WIDDER - WAAGE
Idealismus - Realismus
Der Widder ist ein echter, völlig überzeugter und ausgeprägter Realist. Echter Idealismus ist nicht so zu verstehen, dass seine Vertreter das Reale, Tatsächliche aberkennen oder gar leugnen, sie ringen jedoch darum, auch das Alltagsleben mit Idealen zu durchziehen - nur so bekommt es überhaupt einen Sinn. Ideen bedeuten hier nicht menschliche Phantasiegebilde, sondern werden als im Weltprozess begründet empfunden. Eine gewisse Opferbereitschaft bildet den Hintergrund dieser Weltanschauung, welche auch das Alltäglichste würdig zu bewältigen weiß, ja ihm unter Umständen sogar einen gewissen Glanz verleiht. In diesem Sinne ist Idealismus eine Ergänzung zum Realismus.
Fehlen jedoch einem so veranlagten Menschen die Tugenden der Demut und der Ehrfurcht, so besteht die Gefahr, dass er sich in Extravaganzen verliert, dass er bei seiner übermässigen Begeisterung für das Ideelle sich selbst als Ideal erlebt. Seine Identifikation damit geht dann so weit, dass er zur Überzeugung gelangt, er sei dessen Verkörperung und verdiene daher, von der Umwelt geschätzt und bewundert zu werden. Er liebt Glanz und Glorienschein, daher legt er auch auf seine äußere Erscheinung größten Wert. Es wird ihm zur Selbstverständlichkeit, stets Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit zu sein, wozu manchmal auch ziemlich extreme, befremdliche und entartete Mittel recht sein sollen. Zum Bereich dieser Phänomene gehört als therapeutisches Element das Arzneimittel des Phosphor.
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