Die astrologische Bedeutung des Mondes

Im ptolemäischen, geozentrischen System ist der Mond ein normaler Planet mit sehr wenigen Schleifenbildungen, so dass die Mondbahn zunächst einmal recht einfach wirkt. Die vierwöchigen Gestalten und Lichtbildungen des Mondes, deren Rhythmus seit Anbeginn der Himmelsforschung zu den Grundlagen des Kalenders gehörte und nachdem sich unser Mond richtet, sind abhängig von der jeweiligen Stellung zur Sonne. 

Im heliozentrischen System, das die Astronomie benutzt, ist der Mond kein Planet, sondern eben ein Mond, ein Begleiter, ein Trabant oder der Satellit eines Planeten. Als Himmelskörper steht er der Erde am nächsten. 

Astrologisch betrachtet ist der Mond jedoch ein Planet. Die Hindus sind der Überzeugung, der Mond regiere Intellekt und Ratio; die abendländische Mythologie glaubt vielmehr, dass er Gemüt und Leidenschaft beherrsche sowie wesentlichen Einfluss auf Körper und Gesundheit nimmt.

Wie dem auch sei, der Mond gilt - anders als sein grammatisches Geschlecht vermuten lässt - als weiblich. In vielen Mythologien wird er als weiblich betrachtet und in vielen Sprachen auch grammatisch so umschrieben: die Mondin. Weiterhin steht dieser Planet mit dem Element Wasser in Zusammenhang, regiert die Kindheit, die Verdauung und die Periode der Frau. 

Mit Heilkunde und Zauber wurde der Mond schon immer in Verbindung gebracht. Neben der Sonne ist er auch das mythenträchtigste aller Gestirne. Auch Liebe und Triebe wurden und werden immer mal wieder in Zusammenhang mit dem Mond genannt, aber auch Phantasie und Rausch. Was noch alles in Zusammenhang gesagt und geschrieben wird, kann der Leser dieser Zeilen am besten daran ersehen, wenn er für eine Minute die Augen schließt und sich zu erinnern versucht, was er in seinem Leben schon alles über den Vollmond und seine Wirkung gehört oder gelesen hat.

In der astrologischen Terminologie wird der Mond oft als Licht oder auch als Hauptlicht bezeichnet. Von der Bewegung des Mondes durch den Tierkreis hängen das Höher- und Tiefersteigen, die Kulminationshöhe ab. Von Saturn und Mars abgesehen ist der Mond zu allen Planeten freundlich eingestellt. Er steht in gutem Verhältnis zu Sonne, Jupiter, Venus und Merkur. Insgesamt beeinflusst er Essen, Trinken, Kleidung, Reisen, Nachkommenschaft, Heim und Familie. 

Perlen, Kristalle und Quarze in Silber gefasst, gelten als Talismane des Mondes. Unter anderem ist das deutsche Worte „Laune“ von Luna = Mond abgeleitet. Das englische Wort „lunatic“ = Irrer, Wahnsinniger und trägt das Wort Luna in sich. 

Im Tarot beschreibt der Mond Begriffe wie: letzte Prüfungen, Irrwege, Illusionen, Beendigung von Karma und Auseinandersetzung mit dem Unterbewussten. Er gibt, ganz im Gegensatz zur Sonne, die Möglichkeit, in die tiefsten und dunkelsten Bereiche der Seele einzutauchen. Doch lauern illusionäre Wahrnehmungen und verlockende Verführungen am Wegesrand - und in der Dunkelheit wird das eigentliche Ziel dadurch oft vergessen. Der Vorwärtsstrebende wird leicht in die Irre geführt. 

Der Mond symbolisiert den unbewussten Bereich des Weiblichen, das Wechselhafte, die Feuchte, das Zwielichtige und Verführerische, die unheimliche magnetische Anziehung. Alles erscheint geheimnisvoll, zweifelhaft und betörend zugleich. Doch wo die Nacht am dunkelsten, da ist der Tag am nächsten. 

Steht der Mond im zwölften Haus des Geburtshoroskopes, so ist es wichtig, sich seinen eigenen dunklen Seiten zu öffnen, auf seine Träume zu achten und aus Meditation neue Kraft und Inspiration zu schöpfen. 

 

Mond-Ton: https://www.planetware.de/tune_in/Mond.html

 

Prinzip:

  • Energieaufnahme
  • Hingabe
  • Periodizität
  • Reflexion
  • Empfindung

 

Die Sonne ist für Energiefreisetzung, der Mond für Energieaufnahme zuständig. Hierzu gehören Nahrung genauso wie Flüssigkeit, Atmung oder emotionale Zuwendung. Der Mond im Horoskop sagt etwas darüber aus, wie viel Geborgenheit wir in unserer Kindheit hatten, wie viel Hingabefähigkeit wir gelernt haben. Je ausgeprägter diese ist, desto ausgeprägter und positiver die frühe Mutter-Kind-Beziehung und umgekehrt.

Die klassische Organentsprechung des Mondes ist der Magen. So wie der Mond am

Himmel das Sonnenlicht reflektiert, so nimmt der Magen Nahrung auf und stellt sie nach Prüfung dem Körper zur Verfügung. Magenkrankheiten können auf einen Mangel an emotionaler Zuwendung hinweisen; sie können allerdings auch die Folge permanenter Selbstüberforderung auftreten. Der Manager, der unter Magengeschwüren leidet, versucht möglicherweise zu intensiv auf

der "Sonnenseite" des Lebens zu stehen, indem er sich mit zahllosen Aktivitäten übernimmt. Die "Mondseite" des Lebens ist das notwendige Bedürfnis nach Entspannung, Ruhe und Schlaf, damit sich Körperrhythmen wieder einpendeln können.

Der Mond ist für die Körperflüssigkeiten zuständig. Der Einfluss des Mondes auf die 

Gezeiten ist Tatsache; so sollte es nachvollziehbar sein, dass der Mensch, dessen Körper zu mehr als zwei dritteln Flüssigkeit besteht, nicht frei von seinem Einfluss sein kann.

Da der weibliche Körper wasserreicher als der männliche ist und eine natürliche Be-

ziehung zwischen Menstruation und Mondphasen besteht, erscheint es naheliegend, dass der Mond eine besondere Beziehung zum weiblichen Prinzip besitzt. Im übrigen besitztder Mond nur im Deutschen einen männlichen Artikel.

 

 

Stichworte:

  • Energieaufnahme
  • Magenleiden
  • leichtere Formen von Depression
  • nässend, schleimig
  • Störungen in der Periodizität
  • Hingabefähigkeit
  • zuviel oder zuwenig Zuwendung
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Störung des Urvertrauens
  • Irritation der Schleimhäute
  • Mutterproblematik
  • letzte Prüfungen
  • Irrwege
  • Illusionen
  • Beendigung von Karma
  • Auseinandersetzung mit dem Unterbewussten
  • Schwelle zu neuer Bewusstseinsebene

 

Mondkräuter:

 

dicke saftige Blätter; wässriger bis süßer Geschmack, reich an Wasser- und Schleimstoffen, weißliche Blüten, feuchte Standorte und Wiesen oder am Wasser, glatte, geschmeidige Blätter und Halme

 

  1. Labkraut - Galium aparine
  2. Silberweide - Salix alba
  3. Sternmiere - Stellaria meda
  4. Vogelmiere - Stellaria media    
  5. Wasserdarm - Myosoton aquaticum
  6. Brunnenkresse - Nasturtium officinale
  7. Mädesüß - Filipendula ulmaria
  8. Wald-Erdbeere - Fragaria vesca
  9. Waldmeister - Kalium odoratum
  10. Tollkirsche - Atropa bella-donna

 

Die Bedeutung des Krebses:

 

  • 90 - 120 Grad im Tierkreis, 2. Mundanquadrat
  • Planet:                  Mond
  • Element:               Wasser
  • Motorik:               Bewegend
  • Qualität:               Kardinal
  • Aktion:                 Reagierend
  • Grundaufgabe:    Verdauung - auch im übertragenen Sinn
  • Hauptorgan:        Magen und Brüste
  • Körperregion:      Magen, Speiseröhre und Brust

 

Aspekte der Astromedizin:

 

  • Alle Ödeme und Wasseransammlungen
  • Untere Lunge
  • Sympathikus
  • Pankreas
  • Speicheldrüsen und Erkrankungen des lymphatischen Systems
  • Magengeschwüre und Alles, was auf den Magen schlägt
  • alle Gemütsverstimmungen
  • Schlaflosigkeit mit allen Folgen für den Gesamtzustand
  • Gemütskrankheiten
  • Depressionen
  • Suchtverhalten

 

Psychosomatisch:

 

Der Gesamttypus ist konservativ und fortschrittlich zugleich - dieser Zweispalt löst Ängste aus

Unerklärliche Ängste sind in der Regel diesem Tierkreisabschnitt zuzuordnen

Ängste der Lebensbewältigung, auch wenn ein starker und manchmal sogar krankhafter Lebenshunger besteht

 

Förderliches für die Gesundung:

 

  • Magenleiden, weil Ärger hinuntergeschluckt wird - also offener werden
  • Achtgeben, dass nervöse Überempfindlichkeit sich nicht auf das Nervensystem überträgt
  • Für die Ruhe des Gemüts sorgen
  • Sich nicht mit äußeren Dingen trösten
  • Keine Süßigkeiten und keinen Alkohol als Ersatz konsumieren (sich selbst nicht mit diesen Belohnungen schmeicheln)
  • Nicht überall Feinde wittern
  • Gefahr der Hypochondrie - doch diese wird recht schnell durchschaut, womit die andere Gefahr auftaucht, dass echte Krankheitssymptome als Einbildungen abgetan und nicht ernst genommen werden

 

Charakteristisches:

 

Das Tierkreissymbol wird allgemein als die Scheren des Krebses interpretiert. Ursprünglich soll es aus der Darstellung der beiden Spiralen der auf- und absteigenden Sonne entstanden sein. Im Krebs erreicht die Sonne ihren höchsten Punkt über dem Horizont (Sommersonnenwende) und beginnt langsam wieder rückwärts zu wandern.

Die Sommerhitze lässt nur ein begrenztes Maß an körperlicher Aktivität zu. Besinnlichkeit stellt sich ein, man findet vielleicht Zeit, ein Utes Buch zu lesen und kommt körperlich wie auch seelisch ein wenig zur Ruhe. 

Mit dem Ende des Zwilling-Zeichens hat die körperliche Entfaltung, Durchsetzung, Absicherung und Darstellung der Eigenart ihren Höhepunkt erreicht, die Entwicklung geht nun nach innen. Man ist bereit, sich beeindrucken zu lassen. In der Natur ist der Frühling und mit ihm die Blütezeit zu Ende gegangen, die Pflanzen sind bestäubt und beginnen nun, Fruchtstände auszubilden. 

Der Krebs symbolisiert die Empfängnis und die Schwangerschaft. Im Seelischen ist dies das Empfinden, das Gefühl, welches man zulässt. Die Offenheit für Eindrücke des Krebs-Zeichens macht nicht nur empfindsam, sondern auch verwundbar. Wie eine befruchtete Blüte sich verschließt, um die Entwicklung der Frucht zu schützen, verbirgt der Krebs seine Gefühle. Diese sind rein privater Natur und gehen Außenstehende nichts an.

 

Schlagwörter für das Krebs-Prinzip:

 

  • Empfinden
  • Gefühl
  • Empfängnis
  • Selbstbesinnung
  • Mitgefühl
  • Mütterlichkeit
  • Zurückziehen
  • Verletzlichkeit
  • Besinnlichkeit
  • Genussvoll

 

Wahrnehmungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen

 

           KREBS    -    STEINBOCK

    Materialismus    -     Spiritualismus

 

Der Materialismus steht unter dem Zeichen des Krebses. Er ist sozusagen eine mechanistische Weltanschauung, die keinen Zugang zum Geistigen in der Welt findet. Er erkennt nur ihre äußere Seite, das sogenannte objektiv Erfassbare. Er besitzt keine in die Außenwelt führende Selbstlosigkeit, sondern schließt sich wesensmäßig in die Körperlichkeit ein. Hierdurch fällt es ihm besonders schwer, echte seelische und geistige Beziehungen zu anderen Menschen zu entwickeln. Beziehungen richten sich stark nach der äußeren Attraktivität des Gegenüber. Der ältliche Geschäftsmann, der sich für die junge Sekretärin interessiert und sie auf Geschäftsreisen mitnimmt, oder die reife Dame, die sich mit ihrem Vermögen einen jungen Gigolo leistet, sind hierfür extreme, aber charakteristische Beispiele. Auch hierbei zeigt sich der Zug zur alleinigen Wertschätzung der äußeren, gleichsam materiellen Erscheinung des anderen Menschen, mit dem man sich identifizieren möchte.

Da ein der Weltanschauung des Krebses zugehöriger Mensch auch sein eigenes Selbstwertgefühl am Materiellen misst, zeigt er einen Hang zu großspuriger Geschäftigkeit, die unterschwellig mit einer Angst um das Geld verbunden sein kann. Äußerlich erfolgreiche Vertreter dieses Typus erwarten oft von ihrer Umwelt ein gebührendes Hofieren, bzw. inszenieren dieses Selbst, um ihren Eigenwert erleben zu können. 

Die beschriebenen Deformationen tauchen im Arzneimittelbild des Fluors und seiner Verbindungen auf, weswegen Acidum flouricum und Flourid diesem Tierkreiszeichen zugeordnet werden. 

 

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