Die astrologische Bedeutung des Neptun
Es scheint, als ob Neptun Verwirrung, Zerstreutheit, Konzentrationsunfähigkeit sowie die Übertreibung und bisweilen die Lüge regiere. Auch ansonsten wird er für Sachverhalte wie Unklarheit, Täuschungen, Hinterlist, Ungewissheit oder Falschheit verantwortlich gemacht; ja, sogar mit Gift wird er in Korrespondenz gesehen.
Im positiven aber regiert er Feingefühl, Verständnis und Voraussicht. Auch fördert er alles Altruistische (selbstlos, uneigennützig, aufopfernd), wenn auch in der für ihn typischen ausschweifenden und verwirrenden Art und Weise.
Neptun dominiert, neben dem Mond, das Wasser sowie alle wässrigen Elemente und ist Alleinherrscher über das Erdöl. Da er sich sehr langsam bewegt und 15 Jahre im selben Sternbild stehenbleibt, ist sein Einfluss auf den Einzelnen, auf das Individuum, nicht allzu stark. Um so verheerender ist seine Wirkung auf die Masse der Menschheit. Neptun beeinflusst hin zu allem Magischen, vor allem aber zur schwarzen Magie, zur Hypnose und Mantik (Wahrsagerei). Er schwächt die Seelen, lässt sie fliehen und treibt sie dem Alkohol und den Drogen in die Arme. Er wird für fast alle Zustände des Chaos und der Anarchie- übrigens auch Kommunismus, Sozialismus und alle Revolutionen - verantwortlich gemacht.
Seine Transite verursachen diffuse Ängste und Verunsicherungen und können die entsprechende Anlage schwächen. Ein solcher Transit kann auch eine Sehnsucht nach Entgrenzung hervorrufen. Dies auf dem Lebensgebiet, in dem er gerade steht.
Das bedeutet oft Realitätsverlust und es heißt, Alternativen und Maßstäbe anderer Art zu finden. Auch entsteht das Gefühl, den Boden völlig unter den Füßen zu verlieren. Wir sollten den Blick hinter die Grenzen des Sichtbaren werfen, wohin man sonst nicht freiwillig geht, aber durch Neptun dazu plötzlich bereit ist.
Mit einem Neptun-Transit lässt sich nicht viel planen, sondern es geht darum, sich ein wenig treiben zu lassen. Je strukturierter man lebt, desto mehr Angst wird man beim Durchleben dieser Phase empfinden. Neptun hüllt Erfahrungen auf einem bestimmten Lebensgebiet in poetischen Nebel und lässt gern Unklarheiten aufkommen, die wir aus Angst oft auch unklar lassen.
Neptun benötigt 168 Jahre, um zu seinem Ausgangspunkt zurückzukehren.
Neptun-Ton: https://www.planetware.de/tune_in/Neptun.html
Prinzip:
- Langsame Wandlung
- Auflösung der Ich-Grenzen
- Sehnsucht nach Liebe und Verschmelzung
- Hingabefähigkeit
- Inspiration
- Weltfremdheit
- Weltflucht
- Schatten
- Illusionen
- Täuschungen
- Flucht
Neptun steht für die langsame, allmähliche Wandlung. Diese Wandlungen durch Neptun sind mächtig, dafür jedoch langsam und schleichend, weshalb man sie zu Beginn oft nicht wahrnimmt. In Neptun schwingt die Energie der Verschmelzung, der Auflösung der Grenzen des Ichs. Neptun schwingt genau eine Oktave höher als die Venus, weshalb die beiden verwandt sind. Während die Venus die Sehnsucht nach Liebe, den Sinn für Schönheit und Ästhetik und den Wunsch nach Harmonie hat, repräsentiert Neptun den Wunsch nach Auflösung der Grenzen, des Ichs, der Gesellschaft. Die Sehnsucht nach Liebe ist hier die Sehnsucht nach Verschmelzung - hin zum Idealzustand.
Neptun verhilft uns zu achtsamer Aufmerksamkeit und die Gelegenheiten glückliche Fügungen zu erkennen. Neptungeprägte Menschen setzen sich gern für humanitäre Anliegen ein um engagieren sich
außergewöhnlich stark. Dieses Engagement ist jedoch still und zurückhaltend und von dem Wunsch geprägt, in aller Stille etwas Wichtiges für die Gesellschaft zu verändern.
Die unerlösten Anteile des Neptun liegen in Weltfremdheit und Weltflucht. Die Suche nach der Verschmelzung mit der Welt führt nicht selten zu übermäßigem Drogen- und Alkoholkonsum, um außersinnliche
Erfahrungen herbei zu führen. Da, wo das „Ich“ keinerlei Bedeutung mehr hat, treten auch Eigenschaften wie Verantwortung und Selbstreflexion in den Hintergrund. Diese Scheinerleuchtungen bringen dann
statt des ersehnten Lichtes nur Nebel, Schatten, Illusionen und Täuschungen.
Stichworte:
- Geringe Bodenhaftung
- Geheimnisse
- Mysteriös
- Das große Unbekannte
- Lymphsystem
- Fehlende Standhaftigkeit
- Gedankenverloren
- Infektionen
- Depression
- Abhängigkeit
- Bewegungsmangel
Neptunkräuter:
wirken betäubend und lähmend, aber auch stimulierend und harmonisierend, krebsfeindliche Wirkung, abhängigmachend, kleine Blüten, intensiver und derber Duft, legen sich auf keine Wurzelform fest, oft einjährige Pflanzen
- Schlafmohn - Papaver somniferum
- Bilsenkraut - Hyoscyamus niger
- Teichrose - Nuphar luteum
- Salomonsiegel - Polygonatum ordoratum
- Stechapfel - Datura stramonium
- Augentrost - Euphrasia officinalis
- Gelber Eisenhut - Aconitum lycoctum
- Taigawurzel - Eleutherococcus senticosus
- Flieder - Syringa vulgaris
- Hanf - Cannabis indica
- Johanniskraut - Hypericum perforatum
- Mistel - Visum album
- Weinraute - Ruta graveolens
- Schwarztee - Thea sinensis
- Veilchen - Viola odorata
- Bärwurz - Meum athamanthicum
- Maiglöckchen - Convallaria majalis
Bedeutung der Fische
- 330 – 360 Grad im Tierkreis, 4. Mundanquadrant
- Planet: Neptun
- Element: Wasser
- Motorik: Anpassend
- Qualität: Beweglich
- Geschlecht: Weiblich
- Aktion: Reagierend
- Grundaufgabe: Stoffwechsel
- Hauptorgan: Fuß
- Körperregion: Füße, Lymphsystem, Hormonsystem
Aspekte der Astromedizin
- Schädigungen der Füße, der Zehen und des Fersenbeins
- kalte Füße sind wichtigster Krankheitsanzeiger
- von den Füßen her ist der gesamte Körper zu beeinflussen (Fußreflexzonenmassage)
- Senkfuß, dass häufige Umknicken oder das Fallen über die eigenen Füsse
- mangelnde Standfestigkeit auf dem Boden
- Fettansatz
- Phlegma
- Suchtschädigungen
- Übersensibilisierung des gesamten Lymphsystems
- Depressionen und Halluzinationen
Psychosomatisch:
- Bereitschaft zum Leiden um andere zu erpressen
- Krankheit als Mittel zum Zweck
- Sehnsucht nach Umsorgtsein
- Wunsch nach Kur oder Krankenhausaufenthalt
- Furcht, gesund zu werden
- eigene Irrtümer nicht sehen und stets in sie zurückverfallen
Förderliches für die Gesundung:
- Den Instinkt fördern
- auf den Bauch hören
- nicht zu viel auf Andere hören und immer alles recht machen wollen
- keiner unbewussten Flucht in die Krankheit nachgeben
- Versuchen, standhaft zu bleiben
- auf ausreichend Schlaf achten
- Knöchel und Füsse stärken, aber auch an der inneren Standhaftigkeit arbeiten
- geregelte Zirkulation des Blutes ist notwendig
- oft tun Massagen sehr gut und ebenso alles, was Wärme bringt;
- Ärzte respektieren, aber nichts gegen den eigenen Instinkt tun
- Enttäuschungen wirklich als Ende einer Täuschung ansehen und nicht dem Entgangenen
- nachtrauern.
Charakteristisches:
Das Tierkreissymbol stellt zwei Fische dar, von denen der eine stromabwärts, der andere stromaufwärts schwimmt. Beide sind miteinander verbunden. Die Fische-Zeit ist tatsächlich sehr wasserreich. Die Schneeschmelze setzt ein, häufig kommt es zu Hochwasser und Überschwemmungen. Vorfrühlingsnebel, Wetterumschwünge, der feuchte Dunst, der ständig über den Feldern liegt, gibt dieser Phase etwas Uneindeutiges, Unklares, Übergangsmäßiges und oft auch etwas Rückfälliges, obwohl eine neue Zeit anbrechen sollte.
Gleichzeitig sind die Fische ein Zeichen für Fruchtbarkeit. Alles Leben kommt aus
dem Wasser. Die Fruchtbarkeit ist noch nicht geformt, sie ist lediglich Potential. Die Felder sind noch leer – man sieht ihnen nicht an, was auf ihnen wachsen wird, sie sind in der Verwirklichung noch offen, unbestimmt und damit unbegrenzt. Die Fische- Periode ist der Vorbote des kommenden Jahres, ohne jedoch konkret zu versprechen, was es bringen wird.
Die Fische symbolisieren die größtmögliche Entfernung vom Stofflichen, Körperlichen. Der Winter nähert sich seinem Ende, die Vorräte gehen zur Neige oder sind aufgebraucht; hier begehen gläubige Christen die Fastenzeit. Dies entspricht der Auflösung des Vordergründigen, das Fleisch soll kasteit werden, um den Blick für das, was hinter dem Materiellen verborgen liegt, zu öffnen.
So wie die Felder noch ununterscheidbar sind, da sie keine Frucht tragen, so stellen die Fische die All-Einheit der Dinge dar; Die äußere Form ist das Trennende, die jedoch durch die mystische Schau überwunden werden kann. Alle Erscheinungen der materiellen Welt sind miteinander verbunden und lassen sich letztendlich auf den Ursprung zurückführen – dies ist die Qualität, die das Fische-Prinzip vermitteln soll.
Die Fische sind Vollendung und zugleich Vor-Anfang des Tierkreises. So repräsentieren sie die Möglichkeit zur Erleuchtung, zur Überwindung des Stofflichen, zur Verwirklichung der Wahrheit. Geht man den Kreis rückwärts statt vorwärts, so gelangen wir an das, was vor dem Anfang war. Dies ist das „Tohuwabohu“, das ungeordnete Durcheinander, von dem die Bibel berichtet; oder auch der leere Kreis, der die Vorstufe zum Yin und Yang-Symbol darstellt. Beim Menschen entspricht dies dem pränatalen Zustand.
Das ungeborene Kind erlebt sich wohl als unbegrenztes Wesen, da es noch keine Individualität kennt, die erst das Empfinden für Trennendes ermöglicht. Dadurch, dass es in einer Fruchtblase schwimmt, welche die gleiche Temperatur wie sein Körper hat, kann es nicht zwischen Ich und Nicht-Ich unterscheiden, es erlebt sich real körperlich als unendlich.
Die Erfahrung des Nicht-begrenzt-Seins, das durch keinerlei Persönlichkeit geformte Empfinden, beschränkt sich beim „normalen“ Erwachsenen auf das Unbewusste; es
tritt noch in verschwommenen Bildern und Träumen in Erscheinung.
Schlagwörter für das Fische-Prinzip:
- Auflösung von Konkretem
- Überwindung des Stofflichen
- Das Unbewusste,
- Flucht vor Verantwortung
- Fühlen und Empfinden
- Emotional
- Grenzüberschreitend
- nicht fass- und einschätzbar
- Kann wichtig nicht von unwichtig trennen
- Suchtgefährdet wegen Orientierungslosigkeit
Wahrnehmungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen
FISCHE - JUNGFRAU
Psychismus - Phänomenalismus
Gegenüber der Jungfrau stehen die Fische. Hier findet sich eine Weltanschauung mit Schwerpunkt auf dem Psychismus, und folgerichtig eine andere medizinisch arbeitende Gruppe, die diese Weltanschauung zum Ausgangspunkt ihrer Therapie macht - es sind die Psychotherapeuten, vor allem die Anhänger der Lehre von C.G. Jung. Sie erleben die Welt in kontemplativer Weise; das selbstlos lauschende Ohr ist dabei besonders herangebildet, wodurch das Seelenhafte erkannt werden kann. Es ist dies eine reflektierende Haftung. Während aber beim Phänomenalismus die
Aufmerksamkeit nach außen gerichtet ist, wendet sie sich hier nach innen. Alles Seelische wird dabei intensiv empfunden und verinnerlicht, es kann nicht in unbewußter Weise nach außen projiziert und entsprechend ausgelebt werden.
Seelische Kränkungen gehen daher sehr tief und können auch nur schwer vergessen werden.
In der Beschreibung des Arzeneimittelbildes zu potenzierter Salpetersäure, welches hierher passt, heisst es: „ Sie (die Patienten) können nicht verzeihen. Leid wird besonders stark empfunden und wenn es nicht verarbeitet werden kann, wenn keine Großmut entwickelt werden kann, die das Verzeihen ermöglicht, dann entsteht das enttäuschende Lebensgefühl, und es entsteht Misstrauen gegenüber anderen Menschen und der Umwelt. Sie bleiben in ihrer eigenen Welt des Misstrauens und können nicht mehr mit anderen Menschen richtig kommunizieren.“ (G. Vithouklas).
In der Salpetersäure ist der Stickstoff ein wesentlicher chemischer Bestandteil und er wird daher diesem Tierkreiszeichen zugeordnet.
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