Die astrologische Bedeutung von Pluto

Pluto, die letzte aktuelle Neuentdeckung, der problematische Sonderfall. Pluto, Planet der Rätsel. Er gibt der Astrologie harte Nüsse zu knacken. Nicht zuletzt stellt sich die aktuellste Frage, ob er tatsächlich als Planet oder vielleicht doch besser nicht als solcher kategorisiert werden soll, da ja einige Monde des Jupiter und Saturn um ein Vieles größer als Pluto selbst sind. Inzwischen ist er jedoch als Zwergplanet deklassiert worden. 

Viel Zeit und Energie fließt seitens moderner Astrologen darein, seinen Einfluss zu beurteilen beziehungsweise sich in einem Urteil über diesen Einfluss einig zu werden. Fest steht wohl nur, daß er tendenziell ungünstig bis unglücksbringend und ihm der Skorpion als Zeichen zugeordnet ist. Einig ist man sich wohl auch insofern, als Pluto neben Neptun und Uranus, mit denen er astronomische Gemeinsamkeiten teilt, relativ geringe Wirkung auf den Betroffenen und sein Horoskop ausübt.

So wie die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts geprägt ist vom wiederbelebten Interesse am Okkulten, am Magischen, ist Pluto, gegen Ende der ersten Hälfte des Jahrhunderts entdeckt. Der Planet, der das Verborgene regiert. So wie das zu Ende gegangene Jahrhundert geprägt war von Sigmund Freud und seiner Psychoanalyse, so wird Pluto mit Aggression und Todestrieb in Verbindung gebracht. 

Dies wohl im Vergleich mit den auf ihm herrschenden Lebensbedingungen im Vergleich mit der Erde.

So wie das letzte Jahrhundert das der Wenden und wissenschaftlicher, aber auch Paradigmenwechsel war und ist, so hat man Pluto mit den Qualitäten, die ihm nach und nach zugeschrieben wurden, zum Planeten des Widerstandes, des Widerspruchsgeistes und der Revolte, des innovativen Auf- und Umbruchs gemacht.

Zieht man die Schrecken des 20.  Jahrhunderts in Betracht, dann nimmt es nicht wunder, dass Pluto nicht nur mit Psychologie und Okkultem, sondern auch mit Nazitum und Judenverbrennung, mit Atombombe und Spionage, mit tödlichen Krankheiten, mörderischen Giften und Drogen sowie mit drohenden und beginnenden Katastrophen in Korrespondenz gesehen wird. Einige Interpretationen, allerdings nur wenige, geben einen Hoffnungsschimmer Raum: Pluto soll auch der Planet des Neuanfangs sein, der eventuelle Phoenix aus der Asche für eine Welt, die immer mal wieder mit der Apokalypse liebäugelt.

 

Dort, wo Pluto im Horoskop steht, sind wir fremdbestimmt. Unter Pluto-Transiten muß man alles loslassen, die plutonischen Kräfte sind kosmische Kräfte, die immer eine emotionale Veränderung mit sich bringen. Im Unterschied zu Saturn, der sich als Transit anmeldet, damit man sich auf ihn einstellen kann, kommt Pluto ohne Vorwarnung. Nicht umsonst ist er Herr über unsere Stirb- und Werdeprozesse im Leben - er zerstört einfach Alles und bezieht sich auf die inneren Schichten der Seele. Durch Schmerz und Loslösen befreien wir uns von Abhängigkeiten und Ohnmacht. Pluto ist die Macht, die andere über uns haben, aber auch die Macht, die wir selbst über uns haben können. Es ist im Grunde völlig unmöglich, einen Pluto-Transit zu ignorieren; man muß ihn einfach wahrnehmen.

 

Pluto    Beiname des Gottes Hades, griech. Gott der Unterwelt, des Todesreiches

 

Pluto-Ton: https://www.planetware.de/tune_in/Pluto.html

 

Prinzip:

 

Verheerende Wirkung

Sprengkraft, Kettenreaktionen

Aufbauend und zerstörend zugleich

Überwindung

Transformation des Todes

„Mensch, du vergehst. Aber das Leben bleibt bestehen!“

Wirken der Ahnen

Leben, das Leben erzeugt

Sich über Andere erheben

Kraft der Ahnen

Fanatismus

 

Seine Wirkung ist kolossal - vergleichbar mit Atomkraft, von der eine winzige Menge spaltbaren Materials genügt, um eine gewaltige Kettenreaktion auszulösen und eine verheerende Wirkung zu erzielen. Seine Energie kann positiv oder negativ sein - aufbauend oder zerstörend. Als griechischer Gott der Unterwelt hat er eine feste Verbindung zwischen sich selbst und dem Tod. Er bringt zwar den Tod, 

aber auch dessen Überwindung und stellt sozusagen die Transformation des Todes selbst dar. Diese Transformation geschieht dadurch, dass man sich in den Strom begibt, der aus der Vergangenheit kommt und in die Zukunft mündet. Man muss also in den Strom steigen, der aus 

der Vergangenheit kommt. Und am Tor zur Vergangenheit steht Pluto, so wie er den Eingang zum Hades bewachte. Alle Menschen, die vor einem waren, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern - sie alle wirken durch Pluto in das jetzige Leben hinein. Wer sich mit Pluto beschäftigt, befasst sich auch mit denen, die zuvor waren. Sich damit zu beschäftigen bedeutet, die Ahnen zu kennen, zu achten und als Wurzeln des eigenen Lebens anzunehmen. Wenn man sich mit Pluto beschäftigt, dann auch immer mit den Toten, und man denkt an diejenigen, die nach Einem kommen, denen man selbst das Leben weitergibt. Das ist die Kettenreaktion, die Pluto auslösen kann. Leben, das Leben weitergibt. Leben, das Leben erzeugt. Das ist wohl die großartigste und mächtigste Kettenreaktion. 

Aus der Perspektive Plutos ist jeder ein Glied in einer unendlichen Kette, ist jeder zugleich die Zukunft der Vergangenheit und ebenso die Vergangenheit der Zukunft. Und hier beginnt die große Gefahr, die Pluto in sich birgt: Wenn man die Kraft Plutos überhöht, sie über alles Andere stellt, wird die Kraft des Todes stärker als die des Lebens. Daher ist Pluto auch die Legitimation aller Regimes oder Kriege, in 

denen die eigene Vergangenheit über die anderer Menschen erhoben wird. Pluto kann durchaus auch als Symbol einer Völker-, Nationalitäten- oder Sippenlehre verstanden werden, aber auch er muss sich in das natürliche Miteinander der astrologischen Gesamtheit und Gemeinschaft einordnen und darf sich nicht zum alleinigen Gott erheben.  

 

Stichworte: 

 

Seelische Tiefe und Erneuerung

Tiefe Wandlungs- und Regenerationskraft

Psychologisches Gespür

Mut zur Wahrheit

Innere Unabhängigkeit

Stilles Durchhaltevermögen

Kontrolle

Fixierung

Emotionale Verbissenheit

Selbstsabotage

Machtspiele oder innerer Rückzug

Schwierigkeiten zu vergeben oder sich zu öffnen

 

Plutokräuter:

 

Düster wirkende Pflanzen, beliebte Friedhofspflanzen, dienen richtig dosiert zur Immunstimulation und können lebensverlängernd wirken, oft symbolträchtige Pflanzen, häufig immergrün, Blüten lila, blau oder rosa

     

  1. Zypresse - Cupressus sempervirens
  2. Efeu - Hedera helix
  3. Eiche - Quercus robur
  4. Echter Salbei - Salvia officinalis
  5. Thuja - Thuja occidentalis
  6. Große Brennnessel - Urtica dioica
  7. Kleine Brennnessel - Urtica Arens
  8. Seidelbast - Daphne mezereum
  9. Ginkgo - Ginkgo biloba
  10. Eibe - Taxus baccata

 

Bedeutung des Skorpions:

 

210 – 240 Grad im Tierkreis, 3. Mundanquadrant

Planet:                     Pluto

Element:                  Wasser    

Motorik:                   Fest    

Qualität:                   Fix    

Geschlecht:              Weiblich

Aktion:                     Reagierend

Grundaufgabe:        Zeugung

Hauptorgan:            Geschlechtsorgane

Körperregion:          Geschlechtsorgane, beim Mann auch Prostata

 

Aspekte der Astromedizin

 

Der Mastdarm und (mit Waage) die Blase

Die Gebärmutter und die Hoden sowie Infektionen

Tumore und alle übrigen Erkrankungen des Genitalbereiches

Ausscheidungen und Reinigung von Schlacken

Die Harnröhre und ihre Schließmuskeln

Auch die Hämorrhoiden

Der Geburtsakt

Abwehrkraft gegen Gifte

Das gesamte Immunsystem

Rheuma ist hier teilweise einordenbar

 

Psychosomatisch: 

 

Impotenz des Mannes

Frigidität der Frau 

die Gebärfähigkeit

insgesamt der Selbstschutzinstinkt (oft extrem überzogen)

 

Förderliches für die Gesundung:

 

Warnung vor allen Übertreibungen

Wissen, dass die Unterleibs- und Fortpflanzungsorgane gefährdet sein können

Angst vor Niederlagen oder vor dem Alter führen zu Schädigungen (auch psychisch)

Lernen, sich rechtzeitig auf die Pensionszeit einzustellen

Nicht der Welt unsterbliche Jugend beweisen wollen

vor Giften achtgeben

oft sind Zeiten strenger Lebensdisziplin angebracht

von drei Ausschweifungen zwei streichen

auch auf Erkrankungen der Nase achten

die ersten Zeichen von Rheuma ernst nehmen

sich bewegen und die betroffenen Körperstellen warm halten

die Arbeit der Ausscheidungsorgane durch gesunde Nahrung und reichliches Trinken unterstützen.

 

Charakteristisches:

 

Das Tierkreissymbol stellt den Skorpion mit aufgerichteten Schwanz dar. Es birgt in sich die Yr- oder Sterbe-Rune. Sie ist die Umkehrung der Man-Rune und auch in ihrer Bedeutung polar: Frau, Tod, Untergang, Ende, erlöschen.

In der Tat ist die Skorpion-Periode eine Zeit des Todes oder der Umwandlung. Der pflanzliche Wachstumsprozess erlischt, die einjährigen Pflanzen sterben ab, die Bäume verlieren ihre Blätter. Mit dem Skorpion endet der „Wachszyklus“ der Natur.

Von Dezember bis März stagnieren alle Wachstumsprozesse, die Flora „schläft“. So wie der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens im Schlaf zubringt, so ruht auch die Natur ein Drittel ihrer Zeit.

Die Skorpion-Phase zwingt das Augenmerk auf Dinge, die über das irdisch-körperliche hinausgehen. Allein schon der ständig graue Himmel und die permanenten Regenfälle sorgen für eine düster-nachdenkliche Stimmung. Die in diese Periode fallenden Feiertage geben ein Zeugnis der entsprechenden Zeitqualität. Allerseelen, Allerheiligen, Volkstrauertag, Buß- und Bettag, Totensonntag. Der Skorpion kündet vom Ende aller Dinge, von der Vergänglichkeit. Doch ist dies Bedingung für neues Leben. Der Tod der Pflanzen schafft Platz für ihre Nachkommen. Ihre verrotteten Blätter werden zu Humus, der die schon jetzt in der Erde liegenden Samen im kommenden Jahr mit Nahrung versorgen wird.

Es geht nicht mehr um das Leben des einzelnen, da dieses der Vergänglichkeit unterworfen ist, sondern um die Erhaltung der Art und damit ums Prinzip. Die Idee soll erhalten bleiben und weiterleben, nicht der einzelne Organismus.

Wird dieses Thema übertrieben, so wird man dogmatisch, ja lebensfeindlich oder gar unmenschlich. Das Prinzip ist alles, der Einzelne nichts. Kollektive, in denen die Interessen des Individuums gänzlich ausgeschaltet sind, verkörpern diese Perversion.

 

Schlagworte für das Skorpion-Prinzip:

 

Unerbittlichkeit

Verbissenheit

Selbstkasteiung trotz besseren Wissens

Selbstaufopferung, aber auch Andere zum Opfer machen

Konflikt zwischen Psyche und Instinkt sowie Tod und Verlangen

Kollision zwischen Ego und Trieb

Emotionaler Kontrollzwang

Tiefe

Intensität

Leidenschaft

Transformation

Regeneration

Innerer Stimmenkonflikt

 

„Dir, Skorpion, werde ich eine sehr schwierige Aufgabe geben. Du wirst die Fähigkeit haben, den Verstand der Menschen zu kennen, aber ich werde dir nicht erlauben, über das zu sprechen, was du erfährst. Oft wirst du dich durch das, was du siehst, verletzt fühlen, und in deinem Schmerz wirst du dich gegen Mich wenden und vergessen, dass es nicht Ich bin, sondern die Perversion Meiner Idee, die dich leiden lässt. Ihr werdet so viel vom Menschen als Tier sehen, dass ihr oft gegen die Instinkte in euch selbst kämpfen werdet. Ihr werdet euren Weg verlieren, aber wenn ihr schließlich zurückkehrt, werde Ich für euch das höchste Geschenk der Ziele und Absichten haben. Und der Skorpion kehrte an seinen Platz zurück.“

 

Wahrnehmungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen

 

SKORPION  -  STIER

Dynamismus  -  Rationalismus

 

Der Dynamismus des Skorpion ist die Weltanschauung des umwälzenden, tiefgründigen Philosophen. Ein solcher kann nicht anders, als allem auf den Grund zu gehen, alles auf den Kopf zu stellen, um, wenn möglich, daraus neue Ideen zu entwickeln. Dieser Typus ist ausgesprochen denkerisch veranlagt und vertieft sich leidenschaftlich gerne in wissenschaftliche Probleme. Er ist geistig beschlagen, stets darum bemüht, noch mehr Wissen anzusammeln, kann immer und überall mitreden. Durch seine Tiefgründigkeit und die Art seines Forschen kommt er der Dynamik des  Weltgeschehens oft sehr nahe. Er versucht zu erkennen, was die Welt im Innersten zusammenhält, aber auch, was sie verändern könnte, und vermag durch seine Erkenntnisse oft entscheidenden Einfluss darauf zu nehmen.

Verliert ein solcher Mensch jedoch das Maß, dann wird er zu einer hitzigen und explosiven Persönlichkeit, bei welcher die Qualitäten eines tief schürfenden, revolutionären Denkens von der unkontrollierten zerstörerischen Wucht des Kampfstieres niedergetrampelt werden.

Diesem pathologischen Extrem entspricht in besonderer Weise die Arzneisubstanz Sulfur  (Schwefel), wenn sie in potenzierter Form eingesetzt wird.

 

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