Die astrologische Bedeutung der Sonne
Seit Urzeiten schon hat der Mensch diesen Himmelskörper als Gottheit, als Lebensquell, als Quelle des Lichts und der Kraft erkannt und verehrt. Die Sonne ist, astrologisch gesehen, weder gut noch böse, hat aber auf andere Planeten die verstärkende Wirkung des Wohltäters.
Ein guter Sonne-Mond-Aspekt zeigt in aller Regel einen ausgeglichenen Menschen; ein weniger günstiger Sonne-Mond-Aspekt führt den Horoskopeigner durch lange Zeiten des Verzichts und der Entbehrungen. Im Tarot ist ein Mensch im Zustand des Mondes ein „Lichtreflektierender“, wird in einer sonnigen Phase aber zur Lichtquelle selbst. Er trägt nun die hohen Qualitäten von Weisheit und Geistigkeit in sich und ist nicht mehr nur Spiegel , wie der Mond, der das Licht der Sonne reflektiert, aber weder eigenes Licht noch Wärme auszustrahlen vermag.
Traditionell gesehen steht die Sonne im Horoskop einer Frau für die Männer, die in ihrem Leben eine Rolle spielen; im Horoskop eines Mannes fixiert sie seine berufliche Laufbahn und auch die Art, wie er sein Leben insgesamt gestaltet.
Die Sonne ist - im Gegensatz zur Schulgrammatik !! - in astrologischer Betrachtungsweise immer männlich. Sie symbolisiert männliche, erzeugende Kraft. Sie versprüht ihre Strahlen (Samen) reichlich und verschwenderisch.
Grundsätzlich bedingt sie, die das Tierkreiszeichen Löwe regiert, eine stolze, bisweilen aber auch hochmütig wirkende Natur. Ruhm und Ehre werden angestrebt, Pracht und Luxus werden gesucht. In negativer Ausprägung kann das aber auch in blinde Selbstliebe, selbstlobende Geschwätzigkeit oder devote Unterwürfigkeit ausarten. In Korrespondenz steht sie mit den Jahren zwischen zwanzig und dreißig im Leben eines Menschen; mit dem Stoffwechsel, mit dem Blutkreislauf, dem Herz,
dem Hirn und dem Augenlicht („...wär nicht das Auge sonnenhaft.../Goethe).
Manche Astrologen schreiben der Sonne die Fähigkeit zu, Geldgeschäfte, aber auch Freundschaften günstig zu beeinflussen.
Sonnentransite sollte man aktiv nutzen, denn sie lassen den Lebensgebieten, die sie gerade passieren, unterstützende Wirkung zukommen. Wir können uns auf dem Gebiet, das von der Sonne etwa einen Monat lang angestrahlt wird, ins Rampenlicht stellen, uns entfalten. Die Sonnenfrage an das aktivierte Lebensgebiet lautet: Womit soll ich mich beschäftigen? Wo möchte ich zur Zeit strahlen? Was verlangen meine Aktivität und Kreativität? W kann ich mich zum Ausdruck bringen?
Der Talisman, mit dem die Sonne korrespondiert, ist ein in Gold gefasster Topas.
Prinzip: Mitte, Energiefreisetzung, Leben, Gefühlsäußerung, Gleichmaß
Ohne Sonne wäre kein Leben, wie wir es kennen, möglich. Sie steht im Horoskop für das Vitale schlechthin, gibt Auskunft darüber, wie groß unser Lebenswille ist. Sonne und Mond nehmen in der Astrologie eine bedeutende Sonderstellung ein; sie sind mit Abstand die größten natürlichen Himmelsphänomene
und erscheinen dem Betrachter zudem auch gleich groß.
So repräsentieren sie am Himmel die beiden Pole des Lebens: Tag und Nacht, aktiv und passiv, Yin und Yang. Im Körper spiegeln sich diese Antipoden im antagonistischen Verhältnis von Parasympathikus und Sympathikus wider. Der Parasympathikus wirkt allgemein als beruhigend und drosselnd (Mond), der Sympathikus hingegen als aktivierend und energiefreisetzend (Sonne). Alle Formen von Aktivität und Energiefreisetzung haben deshalb einen engen Bezug zur Sonne.
So wie die Sonne in jeder Hinsicht der Lebensmotor unseres Planetensystems ist, so ist das Herz der Motor unseres Körpers. Es sorgt dafür, daß das Blut zirkuliert und somit alle Teile des Körpers mit Nährstoffen versorgt werden. Herz- und Kreislauferkrankungen können ein Hinweis auf chronische Überforderung oder auch das genaue Gegenteil (nämlich Belastungsmangel) sein.
Stichworte:
- Mitte
- Energiefreisetzung
- Leben
- Gefühlsäußerung
- Gleichmaß
Alle Formen von Gleichgewichtsverlust und Herzkrankheiten, Schwächung, Selbstauf-
gabe, Identitätsverlust, Vaterproblematik, geschwächte Vitalität, schwere Depression,
Energiefreisetzung, Rückenkrankheiten, Schwitzen, Hemmung, Ungleichgewicht,
Funktionsstörungen des Sympathikus
Sonnenkräuter
Man erkennt sie an gelblichen oder rötlichen Blüten, sie riechen und schmecken angenehm,
haben meist eine majestätische Größe und bevorzugen offene und sonnige Standorte.
- Königskerze - Verbascum densiflorum
- Ringelblume - Calendula officinalis
- Kamille - Matricaria recutita
- Echter Safran - Crocus sativus
- Augentrost - Euphrasia officinalis
- Tausendgüldenkraut - Centaurium erytrhaea
- Rosmarin - Rosmarinus officinalis
- Gartenraute - Ruta graveolens
- Rainfarn - Tanacetum vulgare
- Löwenzahn - Taraxacum officinale
- Echte Engelwurz - Angelica archangelica
- Wald-Habichtskrauz - Hieracium sylvaticum
- Johanniskraut - Hypericum perforatum
- Wacholder - Juniperus communis
Die Bedeutung des Löwen
- 120 – 15 Grad im Tierkreis, 2. Mundanquadrant
- Planet: Sonne
- Element: Feuer
- Motorik: Fest
- Qualität: Fix
- Geschlecht: Männlich
- Aktion: Auslösend
- Grundaufgabe: Blutkreislauf
- Hauptorgan: Herz, Aorta
- Körperregion: Herz, Körperschlagader, Rücken (ohne Skelett)
Aspekte der Astromedizin
- Kranzarterien
- Herzbeschwerden
- Herzneurosen
- Herzbeutelentzündungen,schleichende Herzkrankheiten
- das Rückenmark und dessen Verletzungen;
- Durchblutungsstörungen
- zu hoher oder zu niedriger Blutdruck
- Störungen der Blutzirkulation
- Blutbelastungen
- die gesamte motorische Regulation, die vom Herzen bewältigt wird
- zu schneller und zu stockender Herzschlag
- die Reflexe des ZNS
Psychosomatisch:
Der Löwetypus ist konservativ und stolz, gekränkter Stolz führt oft zu psychosomatischen Erkrankungen, die den Puls fliegen lassen und schwer aufzuspüren sind. Ebenso zählen Verlust von Autorität oder allgemeine Einschränkungen zu den Krankheitsursachen dieses Typus. Diese psychosomatischen Ursachen werden aus falsch verstandenem Stolz nur meist nie zugegeben.
Förderliches für die Genesung
- Das Herz hüten, auch wenn es stark ist oder zu sein scheint
- den Kreislauf beachten
- den Drang, das Leben im Übermaß auszukosten, einschränken
- keinen Raubbau der Kräfte betreiben, auch wenn für gewisse Zeit Stärke nach außen gezeigt werden kann
- bei kleineren, nervösen Herzattacken sich besinnen
- nicht zu lange den Helden spielen, jedoch etwas für die körperliche Ertüchtigung tun
- das Älterwerden stellt ein großes Problem dar, der Jugend möchte man nicht weichen
- kommt das Alter, besteht die Gefahr des tödlichen Schocks
- sich daher rechtzeitig auf körperliche Einschränkungen des Alters einrichten
Charakteristisches
Das Tierkreissymbol kann als Löwenhaupt mit Mähne interpretiert werden. Ursprünglich stellte es wohl eine Schlange dar. Die Schlange hat reichlich mythologische Bedeutungen. Im Sinne des Löwe-Prinzips repräsentiert sie durch ihre Fähigkeit, sich zu häuten, die Unsterblichkeit, das sich immer wieder erneuernde Leben. Mit dem Löwen verbindet sie die Reizbarkeit, das „Aus-der Haut-Fahren“.
Im Runenalphabet entspricht dem Löwe-Zeichen die Sig-Rune, deren Symbol durch den Missbrauch bei den Nationalsozialisten zu trauriger Berühmtheit gelangte. Sie bedeutet Sieg, Stärke, Sonne, Heil, Wärme, Fruchtbarkeit, Abwehr von Feinden. Im August, dem Löwe-Monat, spüren wir die größte Hitze des Jahres, weshalb die Sonne folgerichtig diesem Zeichen als Herrscher zugeordnet wurde.
Krebs symbolisiert Empfängnis und Schwangerschaft, Löwe hingegen die Geburt. Die Früchte der Natur gelangen zur Reife. Beim Menschen entspricht dies zum einen den Kindern, zum anderen dem Ausdruck von Gefühlen. Die Natur ist schwer und übervoll von der gereiften Frucht, die stolz gezeigt wird. Während im Krebs die Empfindungen (Empfangen) verborgen, geschützt werden, um sie vor Verletzung und Zerstörung zu bewahren, wird im Löwen verschwenderisch das Innerste nach außen gekehrt. Die Natur präsentiert sich im Überfluss. So entspricht der Löwe wie kein anderes Zeichen dem Gefühl der Stärke. Kraft und Mut sind Kennzeichen des eigenen Selbstbewusstseins.
Was sich in den Fruchtständen entwickelt hat, drängt nach außen, will sichtbar werden. So ist dem Löwe-Prinzip jegliche Form von Unterordnung fremd, die seelische Eigenart muß sich entfalten können. Wie eine Mutter sich mit ihren Kindern identifiziert, so identifiziert sich der Löwe mit dem, was er seelisch hervorbringen kann. Dies kann bis zu übertriebener Eigenliebe und Dominanzstreben gehen.
In keinem Zeichen kann die Sonne mehr Kraft entwickeln, so gesehen ist der Löwe das stärkste Tierkreiszeichen. Aus diesem Empfinden leitet sich der Führungsanspruch des Löwe-Prinzips ab, der ohne falsche Scham er- und gelebt wird.
Wie der Widder ist auch der Löwe ein Feuer-Zeichen, beiden gemeinsam ist ein besonderes Maß an Vitalität. In der Natur zeigt sich das in der Geschwindigkeit, mit der sich die Entwicklungen vollziehen. Ein Saatkorn kann über Nacht keimen und mehrere Zentimeter wachsen (Widder). In der Löwe-Zeit können binnen weniger Tage halbentwickelte Früchte zur Reife gelangen.
Schlagwörter für das Löwe-Prinzip:
- Emotinaler Ausdruck
- Vitalität
- Dominanzstreben
- Kraft
- Ausstrahlung
- Selbstbewusstsein
- Eigenliebe
- ausgeprägtes Territorialverhalten
Wahrnehmungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen
LÖWE - WASSERMANN
Sensualismus - Pneumatismus
Der von der Sphäre des Löwen beeinflusste Mensch, in dessen Seele vor allem der Sensualismus lebt, erfährt die Realität der Welt so, wie die Sinne sie ihm vermitteln. Somit glaubt er nur das, was er sehen und anfassen kann. Aus den Eindrücken heraus, die die Umwelt auf ihn macht, bildet er seine Weltanschauung.
Im Krankheitsbild, das heißt bei einer Übersteigerung, wo die Eindrücke nicht mehr verarbeitet werden können, kann es zu geistiger Trägheit kommen, jede Art intellektueller Denkarbeit fällt dann schwer.
Hier bestehen Beziehungen zum Arzneimittelbild von Graphit, denn der Kohlenstoff steht eng in Beziehung zum Löwen. Bei einem solchermaßen betroffenen Patienten ist der Kohlenstoffprozess so gestört, daß dadurch alles, was mit dem sensualistischen Erleben der Welt zusammenhängt, in Mitleidenschaft gezogen wird.
Der Kranke wirkt wie ein Mensch, der dicke Mauern um sich erbaut hat, so das nur ein kleiner Teil der Sinneseindrücke bis zu seinem Bewusstsein gelangen kann. Dazu macht er den Eindruck der Willenlosigkeit, mit den automatenhaften Reaktionen eines Roboters.
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