Die astrologische Bedeutung der Venus
Die Venus ist heliozentrisch einer der inneren Planeten und wenn in Konjunktion, dann kaum vierzig Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ähnlich wie Merkur hält sie sich immer in relativer Nähe der Sonne und überstrahlt an Helligkeit andere Planeten um ein Vielfaches. Die Venus kann auch als Morgenstern (im vorderen Orient auch am Taghimmel) mit bloßem Auge gesehen werden.
Die jeweiligen Sternzeiten dauern kaum je etwa neun Monate; die Schleifenbildung ist minimal, die Oberflächenstruktur unbekannt, da die Venus von ihrer Atmosphäre dicht ummantelt ist, die – wahrscheinlich dreischichtig – und somit stark reflektiert. Venus als unterer Planet kann nie in Opposition zur Sonne und somit auch nie um Mitternacht über dem Horizont stehen.
Die ersten Jahre des Erwachsenenlebens und der urogenitale Trakt sind von der Venus regiert, aber auch die Liebe zur Kunst wie auch sinnliche Freuden und deren Folgen werden als ihren Einflüssen obliegend betrachtet.
Steht Venus in einem günstigem Aspekt, so verspricht sie Freude im Leben, Glück im Beruf und in der Liebe; steht sie unter ungünstigem Aspekt, so stehen zügelloses Leben wie auch Einsamkeit und Bitterkeit nach einer gescheiterten Liebesbeziehung bevor.
Die Venus verträgt sich mit Jupiter, Mars und Merkur, der Sonne und dem Mond, aber nicht mit Saturn und Uranus. In Konjunktion mit dem Mond verheißt er der Frau Glück in ihren Unternehmungen, dem Mann gibt sie einen starken, weiblichen Aspekt wie auch extremstes Hingezogensein zu Frauen, das zu einer regelrechten Liebessucht ausarten kann.
Sie steht in Korrespondenz mit solchen Tieren, die mit der Göttin der Liebe verbunden sind; Tauben und Eisvögel wie auch mythologische Kreaturen wie Satyrne (bockgestaltiger lüsterner Waldgeist und Begleiter des Dionysos in der griechischen Sage) und Faune (gehörnter, bocksfüßiger, altröm. Flur- und Waldgott, später Waldgeist, der in Kunst und Literatur besonders die starke, ungehemmte sexuelle Triebhaftigkeit symbolisiert).
In der Magie wird Venus als Dinge der Liebe und des Geschlechts betreffend angerufen. Heute wird sie, weiblich und das Glück bringend, als Regentin der Sinnesgenüsse, der Kunst, der Annehmlichkeiten wie auch der Mütterlichkeit gedeutet.
Talisman der Venus ist der Smaragd oder ein in Kupfer gefasster Türkis.
Venus-Transite betonen die Gefühlswelt und Wertfragen – je nach dem entsprechenden Thema des Hauses.
Prinzip:
- Ausgleich
- Homöostase
- Regelmechanismen
- Substanzbildung
- Mütterlichkeit
- Verbindung von Geist und Materie
- Venus - „Das kleine Glück“ = Fortuna minor
- Jupiter - „Das große Glück“ = Fortuna Major
Tatsächlich stellt das Jupiterprinzip die Energien zur Verfügung (Assimilation und Expansion), die für die körperliche Existenz unverzichtbar sind. Um diese Energien sinnvoll zu nutzen, müssen sie im Körper angemessen verteilt und eingelagert werden. Für diese Vorgänge ist die Venus zuständig: In Ihrer Eigenschaft als Stier-Venus sorgt sie für die Substanzbildung, als Waage-Venus stellt sie die richtige Verteilung der Nährstoffe im Körper sicher.
Die primäre Organentsprechung der Venus sind die Nieren. Diese sind neben der Ausfilterung von Harnstoff wesentlich für das Elektrolytgleichgewicht, die Regulation des Flüssigkeitsvolumens des Körpers, dessen Säuren-Basen-Gleichgewicht und des pH-Wertes der Körpersäfte zuständig. Wenn uns etwas an die Nieren geht, heißt das nichts anderes, als das wir in unangenehmer Weise aus unserem psychosomatischen Gleichgewicht gebracht sind. Die Steuerung von Regelmechanismen hat viel mit unserer inneren und äußeren Umwelt zu tun.
So sind Krankheitsbilder, die mit der Venus in Beziehung stehen, auch immer ein Zeichen dafür, daß wir uns nicht in der Balance befinden, wie wir es sollten. So ist die Venus auch zuständig für den Blutzuckerspiegel, der unser inneres Gleichgewicht und unser Verhältnis zur Umwelt widerspiegelt. Ein niedriger Blutzuckerspiegel ist mit Schwächezuständen verknüpft; ein Zeichen für das uneingestandene Empfinden, von anderen überfordert zu sein.
Auch für den Blutdruck ist die Venus zuständig. Hypotonie kann als Folge von Unterzukkerung auftreten und hat die gleiche psychosomatische Bedeutung: Überforderung.
Zu hoher Blutdruck kann durch Nierenerkrankung verursacht oder verschlimmert werden. Während ein zu geringer Blutzuckerspiegel und ein niedriger Blutdruck auf eine übertriebene Hingabe an Andere hinweisen, entspricht die Hypertonie einer Hingabeverweigerung. Also die Erfahrung oder das Empfinden, für Schwäche bestraft zu werden und nicht versagen zu dürfen.
Stichworte:
- Nekrobiose
- bakterielle Infektionen
- Infektionen durch sexuellen Kontakt
- umweltbedingte Krankheiten
- Akne
- Substanzverlust
- Existenzgefährdung
- Organinsuffizienz
- Fehlernährung des Gewebes
- Homöostasestörungen
- Störungen des Kupferstoffwechsels (meist die Ursache für Eisenmangelzustände)
Venuskräuter:
haben meist weiße Blüten, weiche Blätter, einen süßen Geschmack und einen angenehmen Geruch
- Echter Eibisch - Althea officinalis
- Eisenkraut - Verbena officinalis
- Engelwurz - Lamium album
- Schafgarbe - Achillea millefolium
- Große Klette - Arcticum lappa
- Mädesüß - Filipendula ulmaria
- Gänseblümchen - Bellis perennis
- Wiesenfrauenmantel - Alchemilla vulgaris
- Huflattich - Tussilago farfara
- Breitwegerich - Plantago major
Aspekte der Astromedizin
- Nacken, Genick
- Rachen, Kehle, Bronchien und Luftröhre
- Angina, Diphterie, Erstickungsanfälle, die meisten Erkältungskrankheiten ( Schnupfen siehe auch Widder )
- Husten
- Heiserkeit
- Versagen der Stimme
- Stimmbandschädigungen
- Schilddrüse
- Kropf
- Nahrung und Nahrungsaufnahme
- Ernährungssünden
- Appetitlosigkeit
- fehlender Geschmackssinn
- schweres Durchhalten von Diäten.
Die Grundhaltung ist eher konservativ und materialistisch, so das der Stiertypus psychosomatische Argumente kaum akzeptiert. Hilfreich ist eine liebevolle Pflege.
Den Gegenpol stellt das Zeichen Skorpion dar, das bei jeder Stierbetrachtung mit einbezogen werden muß.
Förderliches für die Gesundung
- Gegen Trägheit gewappnet sein, besonders in der zweiten Lebenshälfte
- zu großes Sicherheitsbedürfnis schränkt Freiheit und Beweglichkeit ein
- alle Halserkrankungen ernst nehmen, ohne in Panik zu verfallen, wenn es im Hals kratzt
- Stimmbänder schonen und warm halten
- Schilddrüse im Auge behalten
- Mandelentzündungen früh behandeln
- Vorsicht bei Hausmannskost und üppiger Lebensweise
- Vegetarische Wochen einlegen und zum Ausgleich für viel körperliche Bewegung sorgen
- hinaus in die Natur oder den eigenen Garten
- Heilkräuter keineswegs unterschätzen
- auf Umweltgifte achten
- bei Erkrankungen Geduld bewahren – Heilung braucht Zeit.
Charakteristisches
Das Stier-Symbol stellt den stilisierten Kopf einer Kuh dar. Die Wörter „Kuh“ und „Erde“ haben im Indogermanischen dieselbe Wurzel (Sanskrit: „go“). In der Runen-Mythologie entspricht dem Stier die Feh-Rune die Vieh, Geld, beweglichen Besitz und materiellen Wohlstand verkörpert.
Zusätzlich ist ihm die Odil-Rune, mit der Bedeutung Grundbesitz zugeordnet. Die Parallelen der Symbole sind offensichtlich.
So wie kein Zeichen stürmischer und aktiver als der Widder nach außen drängt, so erstrebt der Stier wie kein anderes Zeichen die Absicherung im Materiellen. Es geht darum, den Bestand zu sichern; die in der Widder-Phase mannigfach gebildeten jungen Triebe müssen sich nun im Erdreich verwurzeln, um gegen Wind und Wetter geschützt zu sein und so ein weiteres Wachstum zu ermöglichen. Nach der Sturm-und-Drang-Periode der Widder-Zeit erfolgt nun die Phase der Konsolidierung.
Stierbetonte Prozesse verlaufen langsam, dafür aber auch umso unausweichlicher; entspräche der Widder einem Rennwagen, so wäre der Stier eine Dampfwalze. Der Stier ist ein Herdentier, er findet seine Stärke, Schutz und Geborgenheit in der Gruppe.
In der Zeitqualität entspricht dem Stier der Wonnemonat Mai, die Frühjahrsstürme und der Frühjahrsputz sind vorbei, man hat Ruhe für eine gemütliche Pause, es ist Zeit für Frühlingsfeste. Tanz und Geselligkeit und Wein, Weib und Gesang sind typische Stieranalogien. Dem Stier sind auch die Frühlingsgefühle zuzuordnen. Nach dem Erwachen des Lebenswillen (Widder) entwickelt sich auch das Bedürfnis zur Paarung.
Diesem Zeichen entspricht eine erdhafte Sinnlichkeit, wie sie z.B. in der Brunft oder den Fruchtbarkeitsriten archaischer Völker (bei denen der Stier verehrt wird) widerspiegelt.
Schlagwörter für das Stier-Prinzip
- Beständig
- stur
- gesellig
- absichernd
- gemütlich
- fruchtbar
- sinnlich
- naturverbunden
- treu, aber auch träge, langsam und konservativ
- zum Wohlfühlen muß die Umwelt/das Umfeld stimmen
Wahrnehmungen, Denkgewohnheiten, Weltanschauungen
STIER - SKORPION
Rationalismus - Dynamismus
Der Einfluss eines Rationalisten auf das Weltgeschehen ist der des Politikers und Taktikers. Er „philosophiert“ nur soweit, als sich dies aus der sinnlich-realen Lebenslage ergibt. Seine Ideen haben mehr pragmatischen Bezug zu bestimmten Situationen, und ihre Umsetzung ist immer die Fortsetzung eines Bestehenden. Ein wirklicher Rationalist ist im Grunde immer rückwärts gewandt. Aber seine Stärke ist es, Ideen nach rationalistischen Gesichtspunkten zu verwirklichen.
Kommt es zu einem Krankheitsbild, ist der Patient durch verlangsamtes Denken gekennzeichnet. Seine Begriffsfindung fällt ihm außerordentlich schwer und er bleibt einem vorstellungsmäßigen Bilddenken verhaftet. Es fehlen ihm die wesentlichen intellektuellen Fähigkeiten des Dynamisten.
Diese Anzeichen sprechen dafür, daß diese Weltanschauung Beziehungen zum Arzneimittelbild von Alumina (Ton haben).
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