Knoblauch (Allium sativum)

 Man mag ihn oder man mag ihn nicht; für ein „Dazwischen“  oder „Vielleicht“ ist der Knoblauch nicht gedacht und er selbst würde es nicht mögen. Er ist ein Geschöpf, das es nicht zulässt, die Diplomatie zu unterstützen. Er geht aus Ganze! 

Nosferatu und seine vampirischen Gebrüder verabscheuten ihn, bei den germanischen Völkern stand er in hohem Ansehen. In Ägypten kannte man ihn, die Römer schätzten ihn sehr, Hildegard von Bingen erwähnte ihn zumindest (scheinbar mochte sie den Knoblauch nicht, weil er, wie alle Laucharten ihrer Meinung nach, nah der fauligen Erde wuchsen), Hyroniemus Bock empfahl ihm denjenigen, in dessen Leib im Schlaf eine Schlange gekrochen ist.

Er wird gegen das „Irresein“  empfohlen, sollte er doch als apotropäisches Mittel gegen den Zauber wirken. Man hing ihn in Häusern und Ställen auf, trug ihn in Böhmen als Kette gegen den bösen Blick, in Schweden zur Hochzeit gegen die neidischen Elfen und in Schlesien um missgünstige Geister fernzuhalten. 

In welcher Form auch immer, ist er uns doch heute als großes Heilmittel bekannt. Man setzt ihn bei Gärungsprozessen im Darm ein, zur Senkung der Blutfettwerte, zur Vorbeugung von Arteriosklerose, seinen Saft äußerlich bei Pilzerkrankungen der Haut; er bremst Alterungsprozesse,  verbessert die Konzentrationsfähigkeit hilft bei Bronchitis, Gelbsucht, Keuchhusten und stärkt Herz und Kreislauf. 

Auch die biologisch-dynamischen Gärtner schätzen ihn sehr, ist er doch im Allgemeinen ein guter Schutz gegen Schadinsekten, besonders gegen die Rosenblattlaus. Besonders gut gedeihen in seiner Nachbarschaft Rosengewächse und Lavendel. Letzterer gilt ja auch als eine Pflanze, die dem Erreichen eines gesunden und hohen Alters zuträglich ist. Alles was scharf schmeckt und intensiv riecht, ist gut  für ein gesundes und langes Leben.

Die am meisten heraus ragende Planetensignatur ist die des Planeten Mars. Der Mars steht für Abwehr, Angriff, Aggression,  Triebstruktur, tiefgreifende innere Transformation sowie spirituelle Erneuerung – Begriffe, die auf den Knoblauch wie zugeschnitten wirken. Aber auch die Eigenschaften des Planeten Saturn werden deutlich. Kontrolle (Dominanz), Abgrenzung, Struktur, Wiederkehr sind seine Schlagworte, die dem Knoblauch sympathisch sein dürften.

Aus der ländlichen wie auch aus der gehobenen Küche ist der Knoblauch kaum wegzudenken. Die Frage des Maßes wird durch den Geschmack des Einzelnen bestimmt. Trotzdem werden noch immer viele Fehler gemacht. Knoblauch sollte nie durch die Presse gezwängt oder gar mit dem Pürierstab malträtiert werden, da er dann, wie alle lauchartigen Gewächse, einen bitteren und sehr galligen Geschmack bekommt. Auch stumpfeMesserklingen mag er nicht. Bestenfalls sollte Knoblauch fein geschnitten und mit etwas Meersalz vermischt im Mörser verrieben  werden.

Die Ausdünstungen durch Haut und Mund nach dem Verzehr sind nur schwer zu unterdrücken. Frische Petersilie soll gekaut zwar Linderung verschaffen, doch müssen dies dann erhebliche Mengen sein. Man kann es nicht umgehen; es sei denn, alle essen ihn mit, denn er trägt auch zu einer besseren Gesichtsfarbe bei.

 

Knoblauch enthält Allicin, eine schwefelhaltige Verbindung, die erst beim Zerkleinern oder Schneiden freigesetzt wird. Allicin ist bekannt für seine potente antivirale, antibakterielle und antifungizide Wirkung. Es fördert zudem die Herz-Kreislauf-Gesundheit (gefäßerweiternd, lipidsenkend). Er wird als natürliches Antibiotikum und Immunstimulans betrachtet. Seine Stärke liegt in der umfassenden Unterstützung des Immunsystems in Zeiten von Infekten & zur Prävention von Erkrankungen. Knoblauch wird als das schärfste und erhitzendste Gewürz angesehen. Es wirkt tief auf die Gewebe, reinigt das Blut und wird zur Anregung der Verdauung sehr gern genutzt.

 

Die Zusammenführung von Manuka-Honig, Gewürznelken und Knoblauch erschafft eine dreifache  Heilkraft mit folgenden Hauptwirkungen. 

Erstens die potenzierte Antiseptik. Die einzigartige MGO-Aktivität des Manuka-Honigs wird durch die breite, synergistische antimikrobielle Wirkung von Allicin (Knoblauch) & Eugenol (Nelke) ergänzt & verstärkt.

Zweitens die Wirkung auf die Verdauung. Knoblauch und Nelken wirken stark anregend auf die Verdauung. Der Honig transportiert diese scharfen, reinigenden Kräfte effizient in den Körper. Eine starke Verdauungskraft ist nach ayurvedischem Verständnis die primäre Voraussetzung für Gesundheit.

Und Drittens die Linderung von Schleim. Besonders bei  Erkältungen, Husten & Katarrhen, die mit einer Zunahme von Schleim einhergehen, wirkt diese Kombination aufgrund ihrer erhitzenden & schleimlösenden Eigenschaften exzellent. 

 

Die Form des fermentierten Knoblauchhonigs ist sehr beliebt (Knoblauchzehen in Honig eingelegt). Für eine akute Anwendung kann eine Prise fein gemahlener Gewürznelke mit zerkleinertem, frischem Knoblauch vermischt und in Manuka-Honig (MGO 400+) als Trägersubstanz eingerührt werden. Die Einnahme erfolgt teelöffelweise pur oder in handwarmem (niemals heißem) Wasser oder Tee, um die Wirkstoffe zu bewahren.

 

©kayweber